Sozialpolitisches Engagement des SOS-Kinderdorf e.V.
Die Stimme der Kinder in Gesellschaft und Politik
Der SOS-Kinderdorf e.V. verfasst anlassbezogen sozialpolitische Stellungnahmen, die vorrangig die Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe oder die aktuelle Politik der Bundesregierung betreffen:
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Individueller Rechtsanspruch auf Hilfen zur Erziehung soll eingeschränkt werden
Die aktuelle Initiative "Wiedergewinnung kommunalpolitischer Handlungsfähigkeit zur Ausgestaltung von Jugendhilfeleistungen" strebt an, den individuellen Rechtsanspruch des SGB VIII auf Hilfe zur Erziehung zugunsten einer sogenannten Gewährleistungsverpflichtung der Jugendämter einzuschränken oder abzuschaffen. Hilfen zur Erziehung sollen demnach in Regeleinrichtungen wie Kindertagesbetreuung und Schulen erbracht werden.
Der SOS-Kinderdorf e.V. tritt energisch ein für den Erhalt des subjektiven, von den Leistungsberechtigten einklagbaren Rechtsanspruches auf Hilfen zur Erziehung und für eine bedarfsgerechte Ausgestaltung des Hilfeangebotes. Er wendet sich strikt dagegen, den individuellen Anspruch auf Hilfen zur Erziehung durch eine restriktive kommunale Angebotsplanung zu ersetzen.
Individueller Rechtsanspruch auf Hilfen zur Erziehung soll eingeschränkt werden
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Hartz IV-Berechnungen sind verfassungswidrig
3. Februar 2011 - Gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk stellt der SOS-Kinderdorf e.V. die Verfassungsmäßigkeit der aktuell diskutierten Hartz IV-Planungen in Frage. "Fehler im Berechnungsverfahren, bei der Festlegung der Referenzgruppe sowie bei der Auswertung der Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS) sind aus verfassungsrechtlicher Perspektive für die Berechnung der Regelsätze nicht tragfähig", so Prof. Dr. Johannes Münder, Vorstandsvorsitzender des SOS-Kinderdorf e.V.
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Kinder haben Rechte - auch arme Kinder
18. November 2010 - SOS-Kinderdorf fordert eine Überarbeitung des Gesetzesentwurfs zur Neuregleung der Hartz IV-Sätze. Die angesetzte Regelbedarfsermittlung ist nicht realitätsgerecht, zudem brauche es einen einklagbaren Rechtsanspruch auf Leistungen zur Förderung und Teilhabe im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII).
Kinder haben Rechte - auch arme Kinder
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Forderung nach menschenwürdigem Existenzminimum für Kinder
9. Februar 2010 - Beinahe jedes sechste Kind in Deutschland ist auf Hartz IV-Leistungen angewiesen. Bei der Berechnung der Regelsätze sollten Kinder jedoch nicht einfach als kleine Erwachsnee betrachtet werden, sondern als Menschen mit spezifischen Bedürfnissen. Der SOS-Kinderdorf e.V. fordert demnach eine eigenständige und bedarfsgerechte Grundsicherung für Kinder und ein schnelles Handeln seitens der Regierung. Der Verein begrüßt daher das Urteil des Bundesverfassungsgeerichts zur Überarbeitung der Hartz IV-Sätze.
SOS-Kinderdorf e.V. fordert menschenwürdiges Existenzminimum für Kinder
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Kinder stärken und Teilhabe gewähren
19. November 2009 - Zum 20. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention verabschiedete der SOS-Kinderdorf e.V. ein Grundsatzpapier zum Kinderschutz. Darin geht es nicht nur darum, Kindeswohlgefährdung zu vermeiden, sondern vor allem auch darum, Kindern und Jugendlichen Chancen und Teilhabe zu gewähren. Mit der neuen Kinderschutzpolicy will der Verein das Bewusstsein für einen umfassenden Kinderschutz sowie die Rechte der Kinder gezielt fördern.
Pressemitteilung zur neuen Kinderschutzpolicy des SOS-Kinderdorf e.V.
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Kinder sind keine Ware
29. Mai 2009 - Insgesamt 60 Fachverbände der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland haben sich zusammengetan, um gegen die geplante Fernsehserie "Erwachsen auf Probe" zu protestieren. Darin sollten Eltern ihre Kinder im Baby-, Kindergarten- und Schulalter für mehrere Tage in einem kameraüberwachten Haus an Jugendliche abgeben. Dieses Experiment setzt laut den unterzeichnenden Verbänden, darunter dem SOS-Kinderdorf e.V., vor allem die Kleinkinder unter erheblichen Stress. Nicht zuletzt die minderjährigen Jugendlichen, die die Kinder probeweise "erziehen" sollten, müssten vor der öffentlichen Zurschaustellung geschützt werden.
Gemeinsame Stellungnahme von 60 Verbänden: Kinder sind keine Ware
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Verbesserte Rahmenbedingungen bei der Umsetzung des Kinderschutzes
13. Juni 2008 - Trotz neuer rechtlicher Regelungen und Handlungsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfeträger nach Einführung des § 8a KJHG, reichen die Maßnahmen nicht aus. Kontrolle von gefährdeten Familien ist nicht das Allheilmittel, so der Vorstandsvorsitzende des SOS-Kinderdorf e.V., Prof. Dr. Johannes Münder. Vielmehr müssen soziale Isolierung von Familien abgebaut und präventive, familienstärkende Hilfen ausgebaut werden.
Der SOS-Kinderdorf e.V. fordert verbesserte Rahmenbedingungen bei der Umsetzung des Kinderschutzes
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Armutszeugnis für Deutschland im Umgang mit seinen Kindern
19. Mai 2008 - In den letzten Jahren hat sich die Armutslage von Kindern, besonders von Kindern aus Mehrkindfamilien oder mit alleinerziehenden Elternteilen, zunehmend verschlechtert. Der Vorsitzende des SOS-Kinderdorf e.V., Prof. Dr. Johannes Münder bezeichnet vor dieser Tatsache den 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung als Armutszeugnis für Deutschland im Umgang mit seinen Kindern. Er fordert bessere Zukunftschancen, insbesondere in den Bereichen Betreuung für unter Dreijährige, bei der Regelsatzgestaltung und beim Zugang zu Bildung.
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Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung
12. November 2007 - Der SOS-Kinderdorf e.V. appelliert an die bundespolitischen Mandats- und Entscheidungsträger, die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland ohne Vorbehalte umzusetzen und die Kinderrechte in das Grundgesetz aufzunehmen.
Stellungnahme des SOS-Kinderdorf e.V. zur Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung
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Forderungen zum Internationalen Tag der Kinderrechte
20. November 2006 - Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte am 20. November 2006 appelliert der SOS-Kinderdorf e.V. an die Entscheidungsträger, sich durch verschiedene Maßnahmen für Kinderrechte einzusetzen.
Stellungnahme des SOS-Kinderdorf e.V. zum Internationalen Tag der Kinderrechte 2006
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Bundeseinheitliche Steuerung in der Kinder- und Jugendhilfe
22. Mai 2006 - Der SOS-Kinderdorf e.V. tritt entschieden dafür ein, die Gesetzgebungskompetenz für die Kinder- und Jugendhilfe ohne Einschränkung beim Bund zu belassen und die Einrichtung von Behörden sowie die Verwaltungsverfahren wie bisher bundeseinheitlich zu regeln.