Stationäre Hilfen zur Erziehung

Gemeinsames Aufwachsen in einer förderlichen Umgebung

Stationäre Hilfen in der Jugendhilfe sind Angebote für Kinder und Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr in ihrem Elternhaus leben können. Sie finden dort rund um die Uhr eine liebevolle Umgebung und individuelle, verlässliche und qualifizierte Förderung. Der SOS-Kinderdorfverein unterhält bundesweit zahlreiche stationäre Angebote, vor allem in den 16 Kinderdörfern mit 115 Kinderdorffamilien und rund 600 Plätzen. Andere stationäre Unterbringungsmöglichkeiten bei SOS-Kinderdorf sind Wohngruppen oder Erziehungsstellen.

All diese Angebote zeichnen sich durch eine verlässliche, reflektierte Beziehungsarbeit aus. Den Kindern und Jugendlichen soll die Möglichkeit zur Beheimatung gegeben werden und sie sollen in einer miterziehenden Gemeinschaft aufwachsen. Dabei verfolgt der SOS-Kinderdorf e.V. einen ressourcenorientierten, ganzheitlichen Ansatz und unterstützt damit die gesunde und förderliche Entwicklung benachteiligter Kinder und Jugendlichen in Deutschland.

Qualifizierte Hilfe rund um die Uhr

Mitarbeiter/-innen der stationären Angebote sind Fachkräfte aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie und Sozialpädagogik und haben in der Regel spezifische Zusatzausbildungen. Sie stellen eine verbindliche fachliche Anbindung und Begleitung für die betreuten Kinder und Jugendlichen dar, um diverse Probleme zu besprechen, zu reflektieren und auch zu kontrollieren. Es bestehen ständige Anwesenheit bzw. Bereitschaftsdienste der Fachkräfte, zudem sind die Kinder und Jugendlichen mitunter in deren Lebenswelt eingebungen, nehmen an Familienfeiern teil, lernen Freunde und Bekannte kennen. Somit werden Lebenserfahrungen im Modelllernen gesammelt, die in den meisten üblichen Heimgruppen nicht gemacht werden können.

Für jedes Kind das passende Angebot

Es gibt viele verschiedene Arten der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Hilfebedarf. Die Wohnformen unterscheiden sich insbesondere in der Betreuungsdichte und -intensität. Die Bandbreite reicht vom Laienangebot, also der Unterbringung in Pflegefamilien bis hin zur dichtesten Form der familiären Fremdunterbringung, nämlich der in Kinderdorffamilien. Die spezifischen Merkmale, Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Angebotsformen sind im Fachthemen-Beitrag zu familienähnlichen Gemeinschaften zusammengefasst.

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