Über sich hinauswachsen

Führungspotential identifizieren und entwickeln

               

Führungspotential identifizieren und entwickeln

SOS-Kinderdorf verfolgt das Ziel, interne Potentialträger zu fördern, weiterzuentwickeln und ihnen im Verein Perspektiven zu geben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Potential für Führungsaufgaben haben, können sich in einem zweijährigen Förderprogramm weiterentwickeln, in dem zentrale Führungskompetenzen erworben werden, z.B. im Umgang mit Veränderungsprozessen. Um in das Programm aufgenommen zu werden, durchläuft jeder Kandidat ein mehrstündiges Potentialinterview. Neben Fortbildungsmodulen beinhaltet das Förderprogramm auch die Arbeit an einem strategischen Thema, kollegiale Beratung sowie die Übernahme von Projekten vor Ort in der Einrichtung.

Lesen Sie mehr zu den Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei SOS-Kinderdorf.

               

"Wenn man auf ein Ziel zugeht, ist es äußerst wichtig, auf den Weg zu achten. Denn der Weg lehrt uns am besten, ans Ziel zu gelangen, und er bereichert uns, während wir ihn zurücklegen."
(Paulo Coehlo)

„Bereits ein Jahr nach Start des zweijährigen Förder- und Entwicklungsprogramms ergab sich für mich die Möglichkeit, eine Führungsposition zu übernehmen. Das zweite Jahr des Programms begleitet jetzt das Hereinwachsen in die Position als Bereichsleitung, das ist sehr entlastend“, freut sich Anke Neumann. Die Diplom-Sozialpädagogin ist inzwischen Bereichsleiterin im Beratungszentrum Cottbus – und Teilnehmerin des Programms zur Entwicklung von Führungskräftenachwuchs bei SOS-Kinderdorf.

Frau Neumann, Sie sind Teilnehmerin im Entwicklungsprogramm für Führungskräftenachwuchs des Vereins. Wie sind Sie dazu gekommen?

Anfang 2011 entschied ich, auch mit Empfehlung meiner Einrichtungsleiterin, mich für das erstmalig im SOS-Kinderdorf e.V. stattfindende Förderprogramm „Führungspotential identifizieren und entwickeln“ zu bewerben. Es konnte jeweils nur eine Person pro Einrichtung von der Einrichtungsleitung vorgeschlagen werden und dann gab es eine erste Vorauswahl für die insgesamt max. 12 zu besetzenden Plätze.

Warum haben Sie sich für die Teilnahme am Entwicklungsprogramm beworben?

In meiner Tätigkeit als Koordinatorin des Bereiches Mehrgenerationenhaus und auch in meiner Funktion als Abwesenheitsvertretung der Einrichtungsleiterin vergrößern übernahm ich schon frühzeitig Verantwortung für die Aufgaben und Erfordernisse unserer Einrichtung und die dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bis heute macht es mir wahnsinnig viel Spaß, Kollegen für die gemeinsame Sache zu begeistern und sie mitzureißen. Mein Motto hierbei ist: „Nur gemeinsam bewegen wir das große Ganze!“ So war mir schnell klar, dass ich die Auseinandersetzung mit dem Thema Führung intensivieren und vertiefen wollte. Ich möchte „mitmischen“!

Wie ging es dann weiter?

Die erste Hürde des Auswahlverfahrens konnte ich erfolgreich meistern, denn nun hieß es am 30. Juni 2011: „Auf nach München“ in die Geschäftsstelle zu einem 4-stündigen Potentialinterview. Nach einer sehr intensiven Zeit der Gespräche, des Wartens und schließlich der umfangreichen schriftlichen Einschätzung und Rückmeldung der Interviewer zu meinem individuellen Potential konnte ich mich über die Aufnahme in das Förderprogramm freuen. Yes! Ich war stolz. Seit September 2011 bin ich nun Teil der Gruppe des Förderprogramms „Führungspotential identifizieren und entwickeln“ und das mit Freude, Engagement und immer wieder großer Neugier.

Wie können wir uns die Teilnahme am Entwicklungsprogramm vorstellen? Was zeichnet das Programm aus?

Es gibt verschiedene Module, die anfangs gekennzeichnet waren durch die Vermittlung von Basiswissen, insbesondere die persönliche Entwicklungsplanung und die damit verbundene Auseinandersetzung mit der angestrebten eigenen Führungsrolle. Es geht dabei z.B. um die Kernelemente des Führungsstils mit mitarbeiterorientierten, aber auch aufgaben- und veränderungsorientierten Elementen. Im weiteren Verlauf werden in den Entwicklungsseminaren arbeitsrelevante Themen vertiefend vermittelt, die anhand von konkreten Situationen und Beispielen erarbeitet, ausprobiert und reflektiert werden. vergrößern Eine große Methodenvielfalt mit Transfermöglichkeit zum eigenen tatsächlichen Arbeitsfeld und ein intensives Erleben der eigenen individuellen Ressourcen und Stärken in einer hoch motivierten Teilnehmergruppe lassen jedes Seminar im vereinseigenen Seminarhaus in Augsburg zu einem großartigen Lernfeld werden. Als wertvoll erlebe ich auch die enge Rückkopplung und intensive Unterstützung und Begleitung im Fortbildungsprogramm durch meine Einrichtungsleiterin, was durchaus gewollter Ausbildungsbestandteil ist.

Welche Erfahrungen konnten Sie bisher im Programm sammeln?

Zunächst finde ich es hervorragend, dass sich der SOS-Kinderdorf e.V. entschlossen hat, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den „eigenen Reihen“ zu entwickeln und zu fördern. Das ist aus meiner Sicht eine wesentliche, grundlegende Entscheidung, diese mit einzubeziehen, sie an der Arbeit und Entwicklung des Vereins intensiv zu beteiligen, sie zu begeistern und sie letztlich am „großen Ganzen“ mitwirken zu lassen. Jeder einzelne Teilnehmer am Nachwuchsprogramm bringt einen Schatz an Erfahrungen, Motivation und individuellem Wissen mit – was für den Verein von unschätzbarem Wert sein kann. Hier geht es zum einen um die Identifikation mit dem Träger und der eigenen Einrichtung und zum anderen um die jeweils persönliche Umsetzung von „Führung“.

Wie stehen die Chancen, aus dem Entwicklungsprogramm heraus später tatsächlich eine Führungsposition im Verein zu übernehmen?

Die Chancen, später eine Führungsposition zu übernehmen, stehen gut. Auch wenn mit der Zusage für das Förderprogramm keine Zusage für die Übernahme einer Führungsposition verbunden ist, ergeben sich vor allem bei örtlicher Flexibilität immer wieder Möglichkeiten im Verein. Für mich stand in erster Linie fest, meine bisherigen Erfahrungen als Abwesenheitsvertretung der Leitung und als Bereichskoordinatorin im Bereich Mehrgenerationenhaus des SOS-Beratungszentrums Cottbus vertiefen und weiterentwickeln zu wollen.Nun gehen manche Dinge aber schneller als man denkt! Tatsächlich wurde im Beratungszentrum Cottbus inzwischen eine Bereichsleitungsstelle ausgeschrieben (übrigens die erste bei uns), auf die ich mich beworben habe. Nach erfolgreichem Bewerbungsgespräch bekleide ich diese Stelle nun seit dem 1. Oktober 2012. Dass dies alles so schnell gehen würde, hätte ich niemals gedacht. Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben und werde mich diesen wie all die Jahre zuvor mit Herz und Verstand stellen, aber auch mit meinen erweiterten Kompetenzen aus dem FKE-Programm.

Können Sie anderen Mitarbeitern das Förderprogramm empfehlen?

Das Programm ist hervorragend strukturiert, es orientiert sich an Themen, die eng an die Arbeitsprozesse anknüpfen und ein großes Test- und Lernfeld bieten.Ich kann es sehr empfehlen und würde mich auch jederzeit wieder für diesen Weg entscheiden. Ich habe bisher viel lernen können, habe meine Erfahrungen, eigenen Vorstellungen und Werte mit einbringen können und eine intensive Zeit erlebt inmitten einer wunderbaren Teilnehmergruppe.

               

Führungspotential identifizieren und entwickeln

SOS-Kinderdorf verfolgt das Ziel, interne Potentialträger zu fördern, weiterzuentwickeln und ihnen im Verein Perspektiven zu geben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Potential für Führungsaufgaben haben, können sich in einem zweijährigen Förderprogramm weiterentwickeln, in dem zentrale Führungskompetenzen erworben werden, z.B. im Umgang mit Veränderungsprozessen. Um in das Programm aufgenommen zu werden, durchläuft jeder Kandidat ein mehrstündiges Potentialinterview. Neben Fortbildungsmodulen beinhaltet das Förderprogramm auch die Arbeit an einem strategischen Thema, kollegiale Beratung sowie die Übernahme von Projekten vor Ort in der Einrichtung.

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"Wenn man auf ein Ziel zugeht, ist es äußerst wichtig, auf den Weg zu achten. Denn der Weg lehrt uns am besten, ans Ziel zu gelangen, und er bereichert uns, während wir ihn zurücklegen."
(Paulo Coehlo)

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