Thema 1/2012

Geschwister im SOS-Kinderdorf

Selbst unser Logo stellt das Thema in den Mittelpunkt: Geschwisterlichkeit spielt eine zentrale Rolle in der pädagogischen Arbeit der SOS-Kinderdörfer. Geschwister finden im gleichen SOS-Kinderdorf Aufnahme und leben hier meist mit anderen Kindern als soziale Geschwister zusammen. Die Beziehungen zwischen ihnen sind komplex und vielschichtig, die Dynamiken manchmal schwer durchschaubar.

Geschwisterbeziehungen prägen das Alltagsleben ganz entscheidend mit. Trotzdem liegt in der Kinder- und Jugendhilfe nur wenig systematisiertes Wissen über Geschwisterbeziehungen vor. Das SOS-Kinderdorf aber verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Begleitung von Geschwistern und forscht an der Nahtstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Unser Themenschwerpunkt Geschwister im SOS-Kinderdorf bietet daher beides: Informationen über unsere Forschungsprojekte und Erfahrungen aus der Praxis.

  • Praxisforschung-zu Geschwistern bei SOS-Kinderdorf

    Geschwisterlichkeit fördern – das gehört zum pädagogischen Selbstverständnis

    Ein Dorf, ein Haus, eine Mutter und Geschwister: Auf diesen Grundprinzipien beruht die pädagogische Arbeit in den SOS-Kinderdörfern seit ihrer Gründung. Die meisten der aufgenommenen Kinder sind zumindest phasenweise mit einem oder mehreren leiblichen Geschwistern im Kinderdorf.

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  • Fallstudien: Ressourcen und Belastungen von Geschwisterbeziehungen

    Balancen finden in der pädagogischen Begleitung von Geschwisterkindern

    Für das erste Forschungsvorhaben dieser Art in Deutschland kooperierte der SOS-Kinderdorf e.V. mit der Universität Siegen. Prof. Dr. Klaus Wolf, Corinna Petri und Kristina Radix haben in einem Fallstudienprojekt mittels Interviews vielfältige Einblicke in die Verbindungen zwischen Geschwistern in drei deutschen SOS-Kinderdörfern gewonnen.

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  • Wenn Fachkräfte Geschwisterkinder besser verstehen wollen

    Geschwisterbeziehungen im Blick – Möglichkeiten kollegialer Fallberatung

    Wie können Fachkräfte systematisch vorgehen, wenn sie einzelne Geschwister und ganze Geschwistergruppen besser verstehen wollen? Dieser Frage widmeten der SOS-Kinderdorfverein und die Universität Koblenz ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt: Ein Team um Prof. Dr. Christian Schrapper und Michaela Hinterwälder kooperierte mit Fachkräften aus drei SOS-Kinderdörfern und aus verschiedenen Jugendämtern.

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  • Über Geschwister allgemein und unter belasteten Bedingungen

    Eine Gesellschaft der Einzelkinder? Geschwister heute

    Die Familien werden kleiner – doch nach wie vor wachsen die meisten Kinder mit Geschwistern auf. Nur rund jedes vierte Kind in Deutschland ist ein Einzelkind, alle anderen haben zumindest eine Schwester oder einen Bruder. Mit drei und mehr Geschwistern wird immerhin noch etwa jedes zwölfte Kind groß (Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 2010).

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  • Erfahrungen aus der Praxis

    Das Potenzial geschwisterlicher Beziehungen erschließen

    In einer Familie wachsen Geschwister üblicherweise gemeinsam auf. Nicht nur beim SOS-Kinderdorf e.V. favorisiert man daher die Idee, Geschwister auch im Fall einer Frem­dunter­­bringung möglichst nicht zu trennen. Auch andere Fachleute in der Jugendhilfe denken ähnlich.

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