Die Rückkehr des Lebens in die Öffentlichkeit

Buchprojekt

Schutzgebühr 5,00 €

Beschreibung

Wie Frauen mutig und selbstbewusst werden, wie sie Autorität gewinnen und Führungskraft entwickeln – kurz, wie sie die Fäden selbst in die Hand nehmen, davon handelt dieses Buch.

Die Beiträge zeigen eindrucksvoll, welche Wirkung soziale Lebensräume entfalten können, wenn Menschen sich engagieren. Autonom sein und doch in der Gemeinschaft leben, dazu menschenfreundliche Arbeitsplätze schaffen – so stellt sich das SOS-Mütterzentrum Salzgitter den Anforderungen gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Sozialen Arbeit heute. So komplex und vielfältig wie das Leben im Mütterzentrum sind auch die Beiträge in diesem Buch.

Erfahrungsberichte, die das Lebensgefühl der Mütterzentrumsfrauen und ihr generationen- und familienübergreifendes Zusammenleben nachzeichnen, liefern im Verbund mit Beiträgen unterschiedlichster Fachdisziplinen die Praxis zur Theorie.

Warnfried Dettling, Gisela Anna Erler, Heiner Keupp, Christian Schrapper, Reinhart Wolff und andere

Herausgegeben vom Sozialpädagogischen Institut

im SOS-Kinderdorf e.V.

Hermann Luchterhand Verlag

Neuwied, Kniftel 2000


Inhaltsverzeichnis

Mütterzentren: Öffentlich privat leben

Mit einem fremden Blick
Brigitte Wießmeier

Spiel-Räume für Mütter und Kinder

Über die Wirkung von Räumen
Wolfgang Mahlke

Demokratie von unten

Warum arbeitet das Mütterzentrum nicht basisdemokratisch?
Hannelore Weskamp

Die Zukunft der Arbeit ist weiblich

Feminisierung der Arbeit in der neuen Dienstleistungsgesellschaft
Patrick M. Liedtke

Laien und Profis - Partnerschaft oder Machtverhältnis?

"Bunte Teams" im Mütterzentrum
Hannelore Weskamp

Mütterzentren - der andere Teil der Frauenbewegung

Mütterzentren als dritter Weg
Monika Jaeckel

Orte zum Leben: Die Rückkehr von Kindern und alten Menschen in die Öffentlichkeit

Alles unter einem Dach
Hildegard Schooß
Wie Mütterzentren Institutionen verändern könnten
Hildegard Schooß und Monika Jaeckel

Mütterzentren im Kontext gesellschaftlicher Debatten und der Fachwelt

Außenblicke und Innensichten. Expertinnen reflektieren ihre Praxis
Irene Stoehr
Gesellschaftliche Finanzierungsmodelle
Norman van Scherpenberg

Autoren

Heike Brümmer

Jg. 1964; Studium der Volkskunde, Kunstgeschichte und Pädagogik in Kiel und Göttingen. Volontariat im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern. Seit 1996 begeisterte Mutter eines Sohnes. Nach dem Umzug von Braunschweig in die Salzgitteraner Gegend seit 1997 im Mütterzentrum Salzgitter aktiv. Arbeitsschwerpunkt: Expo-Vorbereitung und -Begleitung des weltweiten Projektes SOS-Mütterzentrum 2000. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Dr. Warnfried Dettling

Jahrgang 1943, freier Publizist; zuletzt von ihm erschienen ist das Buch „Die Stadt und ihre Bürger. Neue Wege in der kommunalen Sozialpolitik: Grundlagen, Perspektiven, Beispiele. Gütersloh 2001“. Arbeitsschwerpunkte: Gesellschaftlicher Wandel, Reform des Wohlfahrtsstaates, Sozialpolitik, Bürgergesellschaft. (Stand der Veröffentlichung 2003)

Gisela Anna Erler

Jg. 1946; Familienforscherin und Unternehmerin. 15 Jahre Tätigkeit am Deutschen Jugendinstitut, Begleitung des »Modellprojekts Tagesmütter«, zahlreiche Projekte zum Thema »Vereinbarkeit von Familie und Beruf«. Autorin des »Müttermanifests« 1987. 1992 Gründerin, seither Geschäftsführerin der pme Familienservice GmbH. Diese Firma unterstützt bundesweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Firmen bei der Suche nach Kinderbetreuungslösungen und wird ausschließlich von Firmen finanziert. Mitinhaberin der »Job & Training Company«, eines neuartigen Bildungsträgers, der vor allem Personal für den privaten Haushalt fortbildet und vermittelt. Beratungstätigkeit für Firmen und Verwaltungen in Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zahlreiche internationale Kooperationen mit Firmen und Forschungseinrichtungen zum Thema »Familie und Beruf«. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Monika Jaeckel

Jg. 1949; Diplomsoziologin; arbeitet seit 1976 in der Abteilung Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut (DJI) zu frauen- und familienpolitischen Themenstellungen. Mitarbeit bei Forschungsprojekten zu Elternarbeit, Erziehungsurlaub, flexiblen Arbeitszeitmodellen, Computerheimarbeit, Close to Home Services. Internationale Vergleichsstudie zur Familienpolitik. Mitbegründerin des Modells Mütterzentren; Vertreterin für Deutschland (1986–1996) im Netzwerk der Europäischen Union zur Kinderbetreuung und andere Maßnahmen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Koordinatorin der Huairou Commission Best Practices Task Force. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Prof. Dr. phil. Heiner Keupp

Jahrgang 1943, Psychologe; von 1978 bis 2008 Professor für Sozial- und Gemeindepsychologie an der Universität München und Gastprofessor an den Universitäten in Innsbruck und Bozen; Vorsitzender der Kommission für den Dreizehnten Kinder- und Jugendbericht. Arbeitsschwerpunkte: soziale Netzwerke, gemeindenahe Versorgung, Gesundheitsförderung, Jugendforschung, individuelle und kollektive Identitäten in der Reflexiven Moderne, Bürgerschaftliches Engagement. (Stand der Veröffentlichung 2010)

Prof. Dr.-Ing. Georg Klaus

Jg. 1955; studierte 1977 bis 1983 an der Universität Hannover Architektur bei Prof. Peter Kaup, Prof. Peter Schweger sowie Borek Siepek. Rudolf-Lodders-Preisträger 1983. Seit 1983 selbständig. Von 1984 bis 1986 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bautechnik und Entwerfen der Universität Hannover, Prof. P. Kaup. 1987 Dissertation zum Themenkreis »Passive Sonnenenergienutzung«. Von 1986 bis 1990 Partnerschaft mit Moritz Lau-Engehausen im Büro Löwenstein-Architektur, Hannover. In dieser Zeit Projekte in England, in Spanien, in der Schweiz sowie in Deutschland (Wohnungsbau, Gewerbe, Läden). Seit 1990 eigenes Architekturbüro in Hannover; seit 1992 Professor an der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden. Arbeitsschwerpunkt: Bauten des Sozialwesens und Gesundheitswesens. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Patrick M. Liedtke

Jg. 1966; Abitur 1985 in Madrid; Studium der Elektrotechnik in Darmstadt und der Wirtschaftswissenschaften in Darmstadt und London. Wirtschafts- und Kapitalmarktforschung in Deutschland und England. Heute Wirtschaftsberater für makroökonomische Fragestellungen; Mitglied des Club of Rome; Vizegeneralsekretär der Association Internationale pour l’Étude de l’Économie de l’Assurance (Genfer Vereinigung). Autor des Wirtschaftsbestsellers »Wie wir arbeiten werden«, ein Report an den Club of Rome. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Prof. Wolfgang Mahlke

Jg. 1923; Universitätsprofessor an der Universität Würzburg, Bereiche Kunst-, Werk- und Sonderpädagogik. Seit 1988 freiberuflich tätig, Beratung in sozialpädagogischen Einrichtungen; künstlerische Arbeit. (Stand der Veröffentlichung 2000)

PD Dr. Gerd Mutz

Jahrgang 1952, Ökonom und Soziologe; Direktor des Münchner Instituts für Sozialforschung (Munich Institute for Social Science, miss); war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“. Arbeitsschwerpunkte: Internationale Studien zur Zukunft der Arbeit, zu Corporate Responsibility, zu sozialen und kulturellen Lernprozessen sowie bürgerschaftlichem Engagement. (Stand der Veröffentlichung 2003)

Reinhard Rudeck

Jahrgang 1949, Diplompsychologe, Leiter des Sozialpädagogischen Instituts (SPI) des SOS-Kinderdorf e.V. Arbeitsschwerpunkte: Ressourcenunterstützende Handlungsansätze in den Praxisfeldern und Institutionen der Jugendhilfe, Forschung im Bereich der stationären Hilfen der Erziehung, beteiligungsorientierte Entwicklungsprozesse in familialen und organisationalen Systemen, Jugendhilfeplanung, Strategieentwicklung in Non-Profit-Organisationen. (Stand der Veröffentlichung 2012)

Dr. Norman van Scherpenberg

Jg. 1938; Diplomvolkswirt, verheiratet, drei Töchter. Studium in Köln, Hamburg, Bonn. 17 Jahre in verschiedenen Aufgaben in Unternehmen des BASF-Konzerns. 1983 bis 1990 Staatssekretär im niedersächsischen Finanzministerium; 1990 bis 1994 Direktor, ab 1992 Generalbevollmächtigter bei der Treuhandanstalt in Berlin; 1995–1997 stellvertretender Generalkommissar für die Weltausstellung Expo2000 Hannover; seit 1997 freier Autor, Dozent und Berater. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Dorothee Maria Schooß

Jg. 1965; hat nach dem Abitur einen Abstecher in die große weite Welt genossen. Ab 1986 Studium der Ethnologie und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und der Indiana University, USA. 1995 Geburt von Luca Felipe in Berlin. Seit der Geburt von Carl Benjamin 1997 Mütterzentrumsfrau im Expo-Team des SOS-Mütterzentrums 2000. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Hildegard Schooß

Jg. 1944; aufgewachsen in einer Großfamilie mit zwölf Geschwistern. Mutter von drei Kindern und Großmutter von drei Enkelkindern. Neben der Arbeit als Familienmutter politische Gestaltung in der Frauenbewegung und Mitinitiatorin der Bewegung der Mütterzentren. Seit Ende der siebziger Jahre Entwicklung und Aufbau des ersten Mütterzentrums in Salzgitter-Bad und des SOS-Mütterzentrums 2000, weltweites Projekt der Weltausstellung Expo2000. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Prof. Dr. phil. Christian Schrapper

Jahrgang 1952, Sozialarbeiter (grad.), Diplompädagoge, seit 1998 Professor für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Universität Koblenz-Landau in Koblenz. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte, Theorie und Methoden Sozialer Arbeit, insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe. (Stand der Veröffentlichung 2013)

Irene Stoehr

Jg. 1941; Sozialwissenschaftlerin und Publizistin in Berlin. Sie war beteiligt an der Initiierung von Frauenforschung in und außerhalb der Universität und war Redaktionsmitglied der feministischen Frauenzeitschriften »Courage« und »Unterschiede« (»für Lehrerinnen und Gelehrte, Mütter und Töchter, Gleich- und Weichenstellerinnen, Freundinnen, Tanten und Gouvernanten aller Art«). Zur Zeit forscht und publiziert sie über Frauenpolitik und Frauenbewegungen im Kalten Krieg der fünfziger Jahre. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Hannelore Weskamp

Jahrgang 1949, Diplompädagogin, Soziotherapeutin (Fritz-Pearls-Institut), bis Mitte 2001 Mitarbeiterin im SOS-Mütterzentrum Salzgitter und Projektleiterin der dortigen Jugendwerkstatt; freiberufliche Bildungs- und Beratungsarbeit, Supervisionstätigkeit. (Stand der Veröffentlichung 2003)

Prof. Dr. Brigitte Wießmeier

Jg. 1949; Ethnosoziologin, Ehe- und Familienberaterin, Sozialarbeiterin, Hochschullehrerin an der Evangelischen Fachhochschule Berlin, Schwerpunkte: Interkulturelle Sozialarbeit und Familienberatung. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Prof. Dr. Reinhart Wolff

Jahrgang 1939, Erziehungswissenschaftler und Soziologe, Hochschullehrer für Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin, Privatdozent an der Freien Universität Berlin; Begründer des Kinderschutz-Zentrums Berlin und langjähriger Vorsitzender des deutschen Zweiges des Internationalen Sozialdienstes. Forschungsschwerpunkte: Kindesmisshandlung, Gewalt in der Familie, Kinderschutz, Kinder- und Jugendhilfe, Hilfesystemforschung, Qualitätsentwicklung. (Stand der Veröffentlichung 2005)

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