Norbert Struck

Die Qualitätsdiskussion in der Jugendhilfe in Deutschland

Beschreibung

Die aus den Bedürfnissen der Industrie entwickelten Qualitätsmanagementsysteme beeinflussen auch die Diskussion in der Sozialen Arbeit nachhaltig. Im Kontext ihrer Übertragung auf die Arbeitsbereiche der Jugendhilfe und vor dem Hintergrund einer zunehmenden Ökonomisierung sind sie zugleich eine Quelle des andauernden Widerstandes gegen das Qualitätsthema.

Norbert Struck gibt einen Überblick über die Geschichte und den Entwicklungsverlauf der Qualitätsdebatte im Bereich der sozialpädagogischen Arbeit. Schlagworte wie "New Public Management“ und "Neue Steuerungsmodelle“ oder "Outputorientierte Steuerung“ spiegeln den Legitimationsdruck der Sozialen Arbeit angesichts immer knapper werdender öffentlicher Mittel wider.

Die hier dargestellten Aspekte der Qualitätsdebatte in der Kinder- und Jugendhilfe verdeutlichen zum einen die Befürchtungen seitens der Leistungserbringer, bei einer “absolutistischen“, eher statistisch orientierten Qualitätsdefinition den Ansprüchen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an fachliche Kompetenz und realistische Arbeitsbedingungen nicht länger gerecht werden zu können. Zum anderen beschreibt Struck, wie wiederum produktive Impulse der Qualitätsdiskussion vonseiten der Jugendhilfe auch fruchtbar genutzt werden könnten, um selbst relevante Fragestellungen zu entwickeln und geeignete Antworten zu erarbeiten.

Autoren

Norbert Struck

Geboren 1953; Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität Münster (Abschluß 1976: Diplom-Pädagoge). Arbeit in Heimgruppen, Tagesgruppe, Beratungsstelle, Forschungsprojekt zur Heimerziehung an der Universität Dortmund. Seit 1991 Jugendhilfereferent beim PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband – Gesamtverband Frankfurt/Main. Seit 20 Jahren aktives Mitglied der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH). Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Forum Erziehungshilfen“. (Stand der Veröffentlichung 1999)

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