Ursula Boos-Nünning und Yasemin Karakasoglu

Partizipation und Chancengleichheit von zugewanderten Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe

Beschreibung

Die Ergebnisse des Zehnten und Elften Kinder- und Jugendberichts sowie weiterer Untersuchungen zu Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zeigen, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser Kinder unter sehr schlechten materiellen und sozialen Rahmenbedingungen und nicht selten in sozialräumlicher Isolierung lebt. Diese ungünstigen Lebensbedingungen haben weitreichende Folgen für die weitere Entwicklung der Kinder, denn das Aufwachsen in Armut und in einem unzureichenden Wohnumfeld bedeutet nicht nur eine Beschränkung der Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, sondern birgt auch höhere Risiken für die Sozialentwicklung und für das Selbstbild.

Wie wirken sich derartige Lebenslagen auf den Zugang ausländischer Kinder und Jugendlicher zu den entsprechenden Einrichtungen der Jugendhilfe aus? Welche Anforderungen an eine interkulturelle Öffnung der Hilfen zur Erziehung – insbesondere der Beratungsangebote – entstehen? Und welche Konsequenzen und Forderungen ergeben sich daraus für die sozialraumbezogene Arbeit? Diesen und anderen Fragen gehen die Autorinnen des vorliegenden Beitrages nach.

Autoren

Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning

Jahrgang 1944, Studium der Soziologie in Köln und Linz/Donau; seit 1981 Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Interkulturelle Pädagogik an der Universität Essen; 1987 bis 1991 Leiterin des Instituts für Migrationsforschung, Interkulturelle Pädagogik und Zweisprachendidaktik (IMAZ); seit 2001 Rektorin der Universität Essen; unter anderem Mitglied der Kommission zum zehnten Kinder- und Jugendbericht, des Bundesjugendkuratoriums, zahlreicher Beiräte im Migrationsbereich. Arbeitsschwerpunkte: Interkulturelle Pädagogik, Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund, Schulsituation on Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Übergang von der Schule in den Beruf. (Stand der Veröffentlichung 2002)

Dr. Yasemin Karakasoglu

Jahrgang 1965, Turkologin und Erziehungswissenschaftlerin; zurzeit als wissenschaftliche Assistentin im Fachbereich Erziehungswissenschaften, Arbeitsgruppe Interkulturelle Pädagogik an der Universität Essen tätig. Arbeitsschwerpunkte: Interkulturelle Erziehung im Elementarbereich, Bildungssituation von Migrantenkindern und -jugendlichen, Islam als Sozialisationsfaktor muslimischer Jugendlicher in Deutschland. (Stand der Veröffentlichung 2002)

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