Warnfried Dettling

Bürgergesellschaft. Eine Reformperspektive, die aus der Mitte kommt

Beschreibung

Die Idee der Bürgergesellschaft geht um in Deutschland und Europa als eine Reformperspektive, die aus der Mitte kommt. Das verwundert nicht, denn sie ist anschlussfähig an liberale, konservative und soziale Ideenströme, ohne in deren Extreme zu verfallen. Der Ansatz bürgerschaftlichen Engagements und einer sozialen Politik trifft jedoch nicht nur auf Begeisterung, sondern auch auf zahlreiche Vorbehalte, und in der politischen Öffentlichkeit scheint die Bürgergesellschaft letztlich über den Status einer positiven politischen Leitidee nicht hinauszukommen.

Warnfried Dettling skizziert das Programm der Bürgergesellschaft in seinen unterschiedlichen Facetten. Er schildert, warum eine aktive Bürgergesellschaft nicht nur eine schöne und gute Idee ist, sondern vielmehr eine zentrale Voraussetzung für ein erfolgreiches, zivilisiertes Gemeinwesen darstellt. Es wird deutlich, dass dieser Ansatz kein Allheilmittel für die sozialen Übel der Zeit sein kann. Vielmehr versteht der Verfasser "Bürgergesellschaft“ als eine Reformperspektive, die nicht als Ersatz, sondern als eine Ergänzung zum Sozialstaat von großer Bedeutung ist. Als Idee meint sie freilich immer beides: eine kritische Norm, die man an bestehende Institutionen und Einrichtungen anlegen kann, und einen besonderen Ausschnitt der Gesellschaft, in dem die Menschen freiwillig, aber nicht privat, öffentlich wirksam, aber nicht unter staatlicher Regie, tätig sind.

Autoren

Dr. Warnfried Dettling

Jahrgang 1943, freier Publizist; zuletzt von ihm erschienen ist das Buch „Die Stadt und ihre Bürger. Neue Wege in der kommunalen Sozialpolitik: Grundlagen, Perspektiven, Beispiele. Gütersloh 2001“. Arbeitsschwerpunkte: Gesellschaftlicher Wandel, Reform des Wohlfahrtsstaates, Sozialpolitik, Bürgergesellschaft. (Stand der Veröffentlichung 2003)

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