Gerd Mutz

Bürgerschaftliches Engagement im Wandel der Arbeitsgesellschaft

Beschreibung

Was hat bürgerschaftliches Engagement mit der Entwicklung der Arbeitsgesellschaft zu tun? Handelt es sich auf den ersten Blick doch um zwei gesellschaftliche Bereiche, die wenig miteinander gemein haben. Bei näherer Betrachtung erweist sich jedoch, dass Erwerbsarbeit und Bürgerengagement aufeinander bezogen sind, und ihnen ist gemeinsam, dass sie gleichermaßen wertvoll für die einzelnen Menschen und die Gesellschaft sind. Anders gefragt: Was für eine andere gesellschaftliche Organisation von Arbeit ist notwendig, damit bislang wenig beachtete Tätigkeiten jenseits der Erwerbsarbeit eine größere individuelle und gesellschaftliche Bedeutung erlangen können? Worum handelt es sich bei dem Phänomen der Entgrenzung? Und wie sind volkswirtschaftliche, ökologische, soziale und zivilgesellschaftliche Erfordernisse in Einklang zu bringen?

Entlang dieser Fragestellungen erläutert Gerd Mutz zunächst den Wandel der Arbeitsgesellschaft und in diesem Kontext die Bedeutung von Individualisierungsprozessen in der Arbeitswelt. Überzeugend legt er dar, dass die Folgen dieser Prozesse durchaus unterschiedlich bewertet werden können und zu verschiedenen Formen von Entgrenzung führen. Anschließend analysiert der Verfasser, wie sich diese Entgrenzung auf die Strukturen des Bürgerengagements auswirkt und welche neuen gesellschaftlichen Fragestellungen sich daraus wiederum ergeben.

Autoren

PD Dr. Gerd Mutz

Jahrgang 1952, Ökonom und Soziologe; Direktor des Münchner Instituts für Sozialforschung (Munich Institute for Social Science, miss); war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“. Arbeitsschwerpunkte: Internationale Studien zur Zukunft der Arbeit, zu Corporate Responsibility, zu sozialen und kulturellen Lernprozessen sowie bürgerschaftlichem Engagement. (Stand der Veröffentlichung 2003)

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