Rupert Graf Strachwitz

Bürgerschaftliches Engagement in der Zivilgesellschaft

Beschreibung

In einer gesellschaftspolitischen Situation, in der das Öffentliche zunehmend entstaatlicht wird, droht die Gesellschaft nicht nur durch das Überhandnehmen des Marktes zur Wohlstandsgesellschaft zu werden. Es droht auch der massive Verlust an sozialem Kapital, ohne welches in letzter Konsequenz auch Staat und Markt Schaden nehmen. Wenn es nun das Ziel einer Gesellschaft sein soll, dass jeder Einzelne zu Staat, Markt und Zivilgesellschaft aktiv beiträgt, wird es zunehmend wichtig, das Augenmerk auf das bürgerschaftliche Engagement zu richten. Die Zahl der engagierten Menschen wächst stetig, und die Arbeitsfelder und die Bezeichnungen dieses Engagements verändern sich dabei beständig.

Anhand der sich verändernden Begrifflichkeiten schildert Rupert Graf Strachwitz das bürgerschaftliche Engagement als ein Wesensmerkmal der Zivilgesellschaft. Kenntnisreich differenziert er gängige, in der Diskussion oft synonym verwendete Begriffe, wie etwa "civic" und "civil", "Zivilgesellschaft" und "Bürgergesellschaft", NPO, NGO und CSO, deren trennscharfe begriffliche Unterscheidung und Definitionen hingegen von nicht unerheblicher Bedeutung sind. Eindrücklich und überzeugend erläutert der Autor die ganz eigene Agenda, die das bürgerschaftliche Engagement kennzeichnet, neue gesellschaftliche Strukturen aus den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen heraus entstehen lässt und diese zugleich dabei unterstützt, ihre Kräfte wirksam entfalten zu können.

Autoren

Rupert Graf Strachwitz

Jahrgang 1947, Direktor des Maecenata Instituts für Dritter-Sektor-Forschung Berlin; war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“. Arbeitsschwerpunkte: Philanthropologie, Stiftungswesen, Dritter Sektor, Zivilgesellschaft. (Stand der Veröffentlichung 2003)

Seite drucken

© SOS-Kinderdorf e.V.