Albrecht Brühl

Subsidiarität beim Nach- und Vorrang der Sozialhilfe und des Sozialhilferechtes

Beschreibung

Das Sozialhilferecht wird innerhalb der juristischen Zunft häufig stiefmütterlich behandelt. Polemisch umschreibt es Albrecht Brühl mit den Worten: "Der Nachrang des Sozialhilferechtes an den Hochschulen geht konform mit dem intellektuell anspruchslosen Prinzip, welches das Sozialhilferecht prägt: dem Nachranggrundsatz." Ein Blick in das Gesetz zeigt jedoch, dass das Nachrangprinzip alles andere als "von schlichtem Gemüt" ist. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine komplex-komplizierte juristische Materie, die angesichts der sich verändernden gesellschaftlichen Problemlagen einen genaueren Blick lohnt.

Der Autor differenziert das Themengebiet zunächst in alte und neue Subsidiarität und erörtert anhand dieser das zugrunde liegende generelle Rechtsverständnis im historischen Kontext des Bundessozialhilfegesetzes. Daran anschließend schildert er die neuesten Entwicklungen in Hinblick auf gemeinnützige Wohlfahrtsverbände sowie die fortschreitende Beseitigung ihrer Privilegien und veranschaulicht diese am Beispiel der internen und externen Hilfeleistungssubsidiarität. Einen besonderen Schwerpunkt legt er dabei auf den Vor- und Nachrang zwischen Leistungen der Jugendhilfe und Sozialhilfe.

Autoren

Prof. Dr. jur. Albrecht Brühl

Jahrgang 1943, Professor an der Fachhochschule Darmstadt. Arbeitsschwerpunkt: Sozialrechtsberatung. (Stand der Veröffentlichung 2004)

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