Eberhard Eichenhofer

Das Recht auf soziale Dienste

Beschreibung

Vergleicht man die gesetzlich niedergelegten Rechtsansprüche auf soziale Dienste mit dem Anspruch auf etwa Geld-, Sach- und Dienstleistungen, so wird deutlich, dass diese jeweils eigenständigen Regeln folgen.

Welche Eigenheiten aber sind es, die das Recht auf soziale Dienste prägen? Anhand dieser Frage arbeitet Eberhard Eichenhofer zunächst den phänotypischen Unterschied zwischen Geldleistungen einerseits und Sach- oder Dienstleistungen andererseits heraus. Daran anschließend erörtert er die Eigenheiten eines Rechtsanspruches auf soziale Dienste auf der Basis des geltenden Rechtes sowie die sich unmittelbar daraus ergebenden rechtlichen Konsequenzen. Dabei berücksichtigt er insbesondere die Adressaten- und Subjektbezogenheit, die in dem in § 33 Satz 1 SGB I niedergelegten Individualisierungsgrundsatz ihre allgemeine Anerkennung finden.

Vor diesem Hintergrund erläutert der Autor die sich ergebenden Anforderungen an den Leistungserbringer und diskutiert konkrete Aspekte der Kooperationsbeziehung zwischen Leistungserbringer und Leistungsberechtigten. Überzeugend stellt er dar, wie bei der Gestaltung dieser Beziehung öffentliches Recht und Privatrecht auf das Engste zusammenwirken und zusammenhängen und plädiert für eine angemessene Berücksichtigung dieses Zusammenhanges in der Fachdiskussion um das Recht auf soziale Dienste.

Autoren

Prof. Dr. jur. Dr. h. c. Eberhard Eichenhofer

Jahrgang 1950, Professor für Bürgerliches Recht und Sozialrecht an der Universität Jena. Arbeitsschwerpunkte: deutsches, europäisches und internationales Sozialrecht, internationales Privatrecht sowie Arbeits- und Sozialrecht. (Stand der Veröffentlichung 2004)

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