Erwin Jordan

Sozialraumorientierung in der Kinder- und Jugendhilfe

Beschreibung

Das Thema "Sozialraumorientierung" steht in der Kinder- und Jugendhilfe hoch im Kurs. Die Bedeutung einer vorrangigen Orientierung an sozialräumlichen Strukturen wird dabei unter den Aspekten der subjektiven und kollektiven Lebenswelten der Menschen als einem wesentlichen Bezugspunkt für die sozialpädagogischen und sozialplanerischen Aktivitäten in den Regionen einer Stadt oder Gemeinde ausgewiesen. Ausgehend von der Hypothese, dass sich in den verschiedenen Räumen einer Stadt sehr unterschiedliche Konzentrationen von Problemlagen finden lassen, hofft man, durch eine sozialräumliche Prioritätensetzung eine Ressourcenkonzentration zu ermöglichen und eine höhere Adressatennähe zu erreichen. Zudem ergibt sich aus dem Sozialgesetzbuch Achtes Buch Kinder- und Jugendhilfe ein Auftrag zu sozialräumlich ausgerichtetem Handeln.

Erwin Jordan erläutert, warum das Interesse an diesem Thema so groß ist, obwohl die konzeptuelle Orientierung am Sozialraum und die Aufforderung, dieser Grundlegung entsprechend zu arbeiten, nicht wirklich strittig sind. Dazu nimmt er zunächst einige für die Diskussion relevante Begriffsklärungen und Definitionen vor und schildert sowohl verschiedene Aspekte und Dimensionen als auch Widersprüche in der Debatte um die sozialräumliche Orientierung in der Kinder- und Jugendhilfe. Diese sieht er gefordert, ihre Leistungen und Beiträge selbstbewusst in die Entwicklung städtischer Gemeinwesen einzubringen und ihre Aufgaben verstärkt als ein Feld der Standortsicherung und Zukunftsgestaltung zu begreifen.

Autoren

Dr. phil. habil. Erwin Jordan

Jahrgang 1946, Akademischer Oberrat an der Universität Münster, Vorsitzender des Instituts für soziale Arbeit e.V. Arbeitsschwerpunkt: Kinder- und Jugendhilfe. (Stand der Veröffentlichung 2004)

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