Nicole Kapprell

Über meine Zeit im Kinderdorf

Beschreibung

In ihrer sehr persönlichen Rückschau berichtet Nicole Kapprell von den Jahren, die sie zusammen mit ihrer leiblichen Schwester in einem Kinderdorf verbracht hat. Dort wohnten und lebten die beiden Geschwister in einer Kinderdorffamilie zusammen mit anderen fremduntergebachten Kindern und Jugendlichen sowie den leiblichen Kindern der Kinderdorfeltern.

Anschaulich schildert die inzwischen Achtzehnjährige den typischen Tagesablauf in der Kinderdorffamilie, der – aus ihrer Sicht fast zu sehr – geprägt war von Regelmäßigkeit und häuslichen Pflichten und Verhaltensregeln. Zugleich klingt ihre Beschreibung fast ein wenig wehmütig, wenn sie erzählt, wie sehr ihr das Eingebundensein in die gemeinsamen Aufgaben der familiären Gruppe und eine gewisse Vorhersehbarkeit in der Zeiteinteilung jetzt manchmal fehlt.

Die Autorin empfindet, dass es vor allem ein Gefühl von Sicherheit war, das ihr das Leben im Kinderdorf vermitteln konnte. Aber auch von den konflikthaften Aspekten dieser Jahre − wie etwa ihrem eher distanzierten und ambivalenten Verhältnis zu den leiblichen Kindern der Kinderdorfeltern oder ihren Ängsten – weiß sie auf sehr eindrückliche Weise ein Bild zu vermitteln.

Autoren

Nicole Kapprell

19 Jahre alt, lebt heute selbstständig in einer Wohnung  und wird von iner Sozialpädagogin des Betreuten Jugendwohnens des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes unterstützt. Sie sucht derzeit noch eine Ausbildungsstelle im Bereich der Bürokommunikation. Ihr Wunsch ist es, später einmal eine eigene Familie zu gründen.

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