Ludwig Liegle

Autonomie und Verbundenheit: Herausforderung für Erziehung und Politik

Beschreibung

Ludwig Liegle stellt die Rahmenbedingungen vor, die erforderlich sind, um ein kindgerechtes Aufwachsen in unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Anhand von vier Thesen zu Entwicklungsbedürfnissen von Kindern und den Aufgaben der Erziehung erläutert er diese Bedingungen und leitet daraufhin Forderungen an eine Politik für Kinder ab. Wie aber sehen die grundlegenden Bedingungen einer entwicklungsfördernden Umwelt konkret aus? Welche inhaltlichen und begrifflichen Voraussetzungen gilt es zu berücksichtigen? Und wie können Eltern und professionelle Erzieherinnen und Erzieher den Grundbedürfnissen von Kindern tatsächlich gerecht werden?

Entwicklung wird in diesem Beitrag als Selbstentfaltung des Kindes in Auseinandersetzung mit seiner Umwelt verstanden, und Erziehung sollte vor diesem Hintergrund einerseits als angemessene Antwort auf die Entwicklungsprozesse des Kindes und andererseits als Entwicklungshilfe begriffen werden. Das Erfahrbarmachen von Autonomie und Verbundenheit ist dabei als zentrale Aufgabe von Erziehung zu verstehen.

Autoren

Prof. Dr. Ludwig Liegle

Jahrgang 1941, 1967 Promotion in Pädagogik an der Freien Universität Berlin; 1969 bis 1972 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Pädagogik der Ruhr-Universität Bochum; 1972 Habilitation im Fach Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen; seit 1973 Professor am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen; seit 1973 Mitglied (1992 bis 1997 Vorsitzender) des Wissenschaftlichen Beirates für Familienfragen beim Bundesfamilienministerium. Forschungsgebiete: Familie, Kindheit, Frühpädagogik, Kulturvergleichende Sozialisationsforschung. (Stand der Veröffentlichung 2002)

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