Wiebke Skolik

Leben und Arbeiten in einer Wohngruppe mit alternierend innewohnender Betreuung

Beschreibung

Die Wadzeck-Stiftung in Berlin ist eine heilpädagogische Jugendhilfeeinrichtung in evangelischer Trägerschaft. Über hundert Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und vierzehn Jahren wohnen und leben dort in unterschiedlichen Betreuungssettings. Aus der ständig innewohnenden Betreuungsform hat die Stiftung die alternierend innewohnende Betreuungsform (WAB) entwickelt und diese zur überwiegenden Arbeitsform der Einrichtung gemacht. Mit der Unterbringung eines Kindes in einer WAB bietet sich allen Mitgliedern der Herkunftsfamilie eine Möglichkeit, sich neu zu orientieren, auch wenn das bedeuten kann, dass keine gemeinsamen, sondern getrennte Lebenswege entwickelt werden.

Wiebke Skolik ist als Mitglied eines Betreuungsteams in der Stiftung tätig. Sie stellt Aufbau, pädagogischen Ansatz und Leitziele der WAB-Gruppen vor und schildert anschaulich das Gruppenleben und den Tagesablauf anhand einer Beispielgruppe von sechs Kindern.

Einen besonderen Schwerpunkt legt die Autorin auf die Beschreibung der Anforderungen und Schwierigkeiten, die sich in der Zusammenarbeit mit den Herkunftseltern ergeben. Dabei unterstreicht sie, dass die Elternarbeit sich nicht nur im Hinblick auf die Entschärfung des Loyalitätskonfliktes und die Wiederannäherung der Eltern an ihre Kinder unerlässlich erweist, sondern dass sie auch unter dem Aspekt der psychosozialen Entwicklung der betreuten Mädchen und Jungen von elementarer Bedeutung ist.

Autoren

Wiebke Skolik

Jahrgang 1970, Diplompädagogin, derzeit in Ausbildung zur Transaktionsanalytikerin; seit September 2000 tätig in einer Wohngruppe mit innewohnender Betreuung (WAB) in der Wadzeck-Stiftung, Berlin; Schwerpunkt: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsdefiziten und -verzögerungen im kognitiven, emotionalen und sozialen Bereich unter Einbeziehung ihres familiären Umfeldes. (Stand der Veröffentlichung 2002)

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