Gerhard Veith

Wenn der Arbeitsplatz gleichzeitig Lebensort ist

Beschreibung

Kinder und Jugendliche von ihrer Familie zu trennen und im Rahmen der Hilfen zur Erziehung in einer stationären Wohnform unterzubringen, stellt einen massiven Eingriff in die Lebenssituation der betroffenen jungen Menschen und ihrer Eltern, aber auch der aufnehmenden Gruppe dar. Andersartige Lebenswelten, Erziehungsstile und -praktiken, Beziehungsstrukturen und Erfahrungen prallen in der neuen Lebensgemeinschaft aufeinander und treten häufig in Konkurrenz zueinander. Dies führt nicht selten zu Verunsicherungen und Diskrepanzerlebnissen und zu vielfältigen Rivalitäten bei allen Betroffenen.

Gerhard Veith beschreibt strukturell bedingte Widersprüche der familienähnlichen Betreuung sowie besondere Belastungsaspekte der Fachkräfte, wie sie sich in dem Betreuungsmodell "Familiengruppe" darstellen können. Darüber hinaus erläutert er Chancen und Grenzen familienorientierter Hilfen und weist fachkundig auf wünschenswerte Unterstützungsmaßnahmen hin.

Autoren

Prof. Gerhard Veith

Jahrgang 1944, Diplompsychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Professor für Psychologie an der Katholischen Fachhochschule für Sozialwesen, Religionspädagogik, Heilpädagogik und Pflege in Freiburg; Leiter von »Haus Schwabenstraße« (Außenstelle des Heilpädagogischen Heimes Mariahof, Hüfingen), einer Facheinrichtung für stationäre und teilstationäre Erziehungshilfen in Denzlingen. (Stand der Veröffentlichung 2002)

Seite drucken

© SOS-Kinderdorf e.V.