Andreas Meyer

Kindeswohl, Elternrechte und Jugendhilfe

Beitrag aus SOS-Dialog 1998

Beschreibung

Wie hoch muss die Gefährdung des Kindeswohls sein, um ein Kind zu seinem Schutz gegen den Willen der Eltern aus der Familie zu nehmen? Das Kinder- und Jugendhilfegesetz hat den Akzent deutlich vom Kindeswohl zum Elternrecht verschoben und somit zu einem – aus Sicht der Träger der Kinder- und Jugendhilfe bedenklichen – veränderten Funktions- und Rollenverständnis der Jugendämter geführt.

Andreas Meyer erläutert, welche Fragestelllungen sich aus diesen Veränderungen für die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe und insbesondere für die Erziehungsberatungsstellen ergeben. Seine Stellungnahme verdeutlicht, welche Gefahren und Risiken für die Arbeit der Beratungsstellen das Zusammenspiel derartiger Entwicklungen mit einer zunehmenden Ökonomisierung der Jugendhilfe nicht nur hinsichtlich der Hilfeplanung birgt.

Autoren

Andreas Meyer

Jahrgang 1947, Diplom-Sozialwirt, Familien- und Gestalttherapeut, leitet seit 10 Jahren das SOS-Beratungs- und Familienzentrum Lütjenburg. 20jährige Praxiserfahrungen im Bereich der Sozialarbeit und der psychologischen Beratung. Einen Schwerpunkt im Rahmen dieser Praxis bildet die Arbeit mit psychosozial mehrfach belasteten Familien. (Stand der Veröffentlichung 1998)

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