Gabriele Vierzigmann

"Ich versuche, den Kids einen Artikulationsraum zu geben"

Beitrag aus SOS-Dialog 1998

Beschreibung

Die SOS-Jugendhilfen Nürnberg bieten jungen Menschen alltags- und lebensweltorientierte Hilfen an. Klaus Schön, Sozialpädagoge und Mitarbeiter der SOS-Jugendhilfen Nürnberg, ist zuständig für den Offenen Treff, der wöchentlich an zwei Abenden Jugendlichen aus der Region zur Verfügung steht. Die Kontakte im Offenen Treff führen immer wieder zu Krisenintervention sowie zu längerfristiger Beratung und Betreuung, die unter anderem von Klaus Schön übernommen werden.

Nach seiner Erfahrung brauchen die Jugendlichen, die in den Treffpunkt kommen, Unterstützung, lange bevor institutionalisierte Maßnahmen greifen. Enttäuscht von Beziehungen und misstrauisch gegenüber Menschen und Institutionen, sind diese Jugendlichen weit davon entfernt, ihre Hoffnungen auf die Angebote der Jugendhilfe zu richten. Im Offenen Treff wird den Heranwachsenden, die zumeist in einem ökonomisch und emotional unterversorgten Milieu aufwachsen, sehr viel früher Hilfe angeboten, als man es von Einrichtungen der Jugendhilfe im Allgemeinen erwartet.

Welche Leitmotive und fachliche Ansätze liegen der lebensweltorientierten, engagierten Arbeit in den Jungengruppen zugrunde? Wie kann der Spagat zwischen Milieu und Jugendhilfe gelingen? Welchen äußeren Gegebenheiten und Anforderungen muss die "Kunst der Sozialarbeit“ sich dabei stellen? Diesen und weiteren Fragen ist Gabriele Vierzigmann im Portrait nachgegangen.

Autoren

Dr. phil. Gabriele Vierzigmann

Jahrgang 1958, Diplompsychologin; wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sozialpädagogischen Institut im SOS-Kinderdorf e.V.; verantwortlich für den Aufgabenschwerpunkt Fachpublikationen; langjährig tätig in der Familienforschung und Familienberatung. (Stand der Veröffentlichung 2003)

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