Bernd A. Ruoff und Barbara Gollwitzer

Praxisnahe Ausbildung für Erzieherinnen in SOS-Kinderdorffamilien

Beitrag aus SOS-Dialog 1999

Beschreibung

SOS-Kinderdörfer sind differenzierte Jugendhilfeeinrichtungen mit einer Vielzahl an stationären, teilstationären und ambulanten Angeboten. Die mit den Kindern lebenden Kinderdorfmütter sind ausgebildet als pädagogische Fachkräfte für stationäre Heimerziehung in einem familienähnlichen Betreuungs- und Erziehungssetting. Die Arbeit als Kinderdorfmutter erfordert heutzutage darüber hinaus unterschiedliche Qualifikationen und Fähigkeiten, und Beziehungsfähigkeit und Authentizität sind zusammen mit ausgeprägtem Kommunikations- und Reflexionsvermögen unabdingbare Voraussetzungen für pädagogisch qualifiziertes Handeln in einem SOS-Kinderdorf. Solche Fähigkeiten sind das Ergebnis vielschichtiger Prozesse der Auseinandersetzung mit den eigenen Handlungsmustern, Einstellungen, dem jeweiligen sozialen Umfeld und nicht zuletzt mit sich selbst.

Diese Prozesse der Auseinandersetzung werden in der "Teilzeitausbildung für Jugend- und Heimerzieherinnen und -erzieher" besonders gefördert. In der Fachschule für Sozialpädagogik der Sophienpflege in Tübingen können zukünftige Kinderdorfmütter sich in einer praxisnahen Ausbildung zu staatlich anerkannten Jugend- und Heimerzieherinnen qualifizieren. Barbara Gollwitzer und Bernd A. Ruoff schildern in dem vorliegenden Beitrag Beitrag Konzeption und Aufbau, Anforderungsprofil sowie spezifische Bausteine und Rahmenbedingungen dieser Ausbildung.

Autoren

Bernd A. Ruoff

Jahrgang 1947, Dr. rer. soc., Diplompsychologe, Schulleiter der Fachschule für Sozialpädagogik, Fachrichtung Jugend- und Heimerziehung an der Sophienpflege, Evangelische Einrichtungen für Jugendhilfe e.V. in Tübingen. Konzeptionelle Entwicklung der Teilzeitausbildung und Umsetzung an der Fachschule der Sophienpflege. Langjährige Erfahrung in den Bereichen Fort- und Weiterbildung, Organisationsentwicklung und Supervision. (Stand der Veröffentlichung 2002)

Barbara Gollwitzer

Jahrgang 1956, staatlich anerkannte Erzieherin, Diplompsychologin, Psychoanalytikerin (Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e.V., Deutsche Gesellschaft für Analytische Psychologie e.V.); bis Juli 1999 Leiterin der vereinseigenen Berufsfachschule; Weiterentwicklung der beruflichen Qualifizierung der SOS-Kinderdorfmütter und Ausbildungskooperation mit der Fachschule der Sophienpflege; bis Juli 2002 Fachreferentin in der Abteilung Aus- und Fortbildung im SOS-Kinderdorf e.V. mit Schwerpunkt Aus- und Weiterbildung. Langjährige Erfahrung im ambulanten und stationären Jugendhilfebereich; Lehrtätigkeit. (Stand der Veröffentlichung 2002)

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