Martin Schmidt

Systemische Therapie heute

Beitrag aus SOS-Dialog 1999

Beschreibung

Systemisches Denken und Handeln geht von der Vorstellung aus, dass die Eigenschaften des Ganzen die Systemteile ebenso beeinflussen wie die Teile die Eigenschaften des Ganzen. Aus dieser Idee hat sich die Systemische Therapie zu einem breit gefächerten Ansatz mit eigenen Theorien und daraus abgeleiteten Praxisformen entwickelt. Problemdefinitionen werden dabei im Kontext des jeweiligen sozialen, familiären und soziokulturellen Bezugssystems betrachtet. Wesentliches Anliegen der Systemischen Therapie ist es, mit den Klientinnen und Klienten gemeinsam den wechselseitigen Bezug zwischen den vorgestellten Problemen und den systemspezifischen Beziehungs- und Deutungsmustern zu thematisieren, zu verdeutlichen und schließlich zu verändern. Familien werden in diesem Prozess als Systeme gesehen, die ihre Identität in einem steten Austausch mit ihrer sozialen Umwelt aushandeln und herstellen. Die Systemische Therapie heute orientiert sich an dem, was Familien wollen, an der ihnen gemäßen Dynamik von Veränderungsprozessen und an der von ihnen verwendeten Sprache.

Martin Schmidt vermittelt hier einen Überblick über die Grundlagen und Vorgehensweisen der Systemischen Therapie und beschreibt im Anschluss daran ihre drei grundlegenden Arbeitsmodelle.

Autoren

Dr. Martin Schmidt

Jahrgang 1949, Dr. phil., Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Systemischer Supervisor und Lehrtherapeut, Akademischer Oberrat am Institut für Psychologie der Universität München. Leiter der Forschungs- und Beratungsstelle für Familientherapie. Lehre, Ausbildung, Forschung in Familienpsychologie und Systemischer Therapie. (Stand der Veröffentlichung 1999)

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