Josef Faltermeier

Hilfeplanung: Interaktionsrahmen und professionelle Standards

Beitrag aus SOS-Dialog 2000

Beschreibung

Bei dem Versuch, die Betroffenen von Hilfen zur Erziehung verstehen zu wollen, kommt dem Sinn- und Relevanzsystem von Eltern und Kindern und dessen handlungsleitender Orientierungsfunktion eine große Bedeutung zu, und Hilfen können nur dann ihre volle positive Wirkung entfalten, wenn sie von den Betroffenen auch angenommen werden. Die Annäherung der Fachkräfte an die lebensgeschichtliche Eigendynamik ist unter dieser Voraussetzung bei der Hilfeplanung unerlässlich. Wie aber können Klienten in die Hilfeprozesse einbezogen werden, denen sie häufig ablehnend oder misstrauisch gegenüberstehen? Während viele die Verpflichtung der Jugendhilfe zur Beteiligung vor allem der Eltern und Kinder an der Planung des Hilfeprozesses als Kernstück der Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes sehen, sind die sozialen Dienste zum Teil noch weit davon entfernt, eine verantwortliche Partizipation von Eltern und Jugendlichen in die Praxis umzusetzen.

Josef Faltermeier gibt einen Überblick über zentrale Aspekte der Hilfeplanung. Er schildert die formalen und strukturellen Rahmenbedingungen und betont dabei vor allem die Verschränkung von Fachlichkeit und Beteiligung als Herausforderung in der Hilfeplanung.

Autoren

Dr. Josef Faltermeier

Jahrgang 1947, Dr. phil., Leiter des Arbeitsfeldes „Kindheit, Jugend, Familie, Gleichstellung“ im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge, Frankfurt am Main. Arbeitsschwerpunkte: Jugend- und Familienpolitik, Bildung junger Menschen, Konzeptentwicklung öffentlicher Erziehung, Kinderschutz. (Stand der Veröffentlichung 2004)

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