Bettina Delfanti

Zum Wohle des Kindes? Pauls Kampf um Autonomie und Selbstbestimmung

Beitrag aus SOS-Dialog 2001

Beschreibung

Kinder und Jugendliche in Fremdunterbringung befinden sich in einem starken Spannungsfeld: Einerseits ringen sie um Anerkennung und Zuneigung, anderseits um persönliche Autonomie und Selbstbestimmung. Der mit dem Erwachsenwerden verbundene Ablösungsprozess von den Eltern und der Familie stellt fremduntergebrachte Kinder vor besondere Probleme: Wer sind die “Eltern“, von denen sie sich abzunabeln versuchen? Und in welchem Ausmaß wird ihnen dabei Mitsprache von den Erziehungspersonen der Institution eingeräumt?

Bettina Delfanti stellt den Lebensweg von Paul, damals siebzehn Jahre alt, vor. Stationen auf seinem Lebensweg waren Familie, Heim, Pflegefamilie, Adoptiveltern, Wohngruppe, Leben auf der Straße und eigene Wohnung. Die Autorin hat mit Paul ein biografisches Interview geführt, das hier in Auszügen veröffentlicht ist. Im Anschluss daran stellt sie die Kernthemen seiner Lebensgeschichte vor und zeichnet seinen Weg zu einem selbstständigen Leben nach.

Inwieweit wurden Pauls eigene, sein Leben betreffende Vorstellungen und Wünsche bei der Planung der Hilfe miteinbezogen? Und stimmte das, was zu Pauls Wohl bestimmt war, wirklich immer mit seinen Bedürfnissen überein? Wo gab es Brüche und warum? Diesen und anderen Fragen spürt Bettina Delfanti in ihrem Interview-Beitrag nach.

Autoren

Bettina Delfanti

Jahrgang 1966, Diplomsozialwissenschaftlerin, Mediatorin, Honorartätigkeit in der Familienhilfe Potsdam, Zusammenarbeit mit dem Netzwerk für Herkunftseltern e.V.; Arbeitsschwerpunkte: Arbeit mit Herkunftseltern, Biografieforschung und Biografiearbeit im Rahmen von Familienarbeit. (Stand der Veröffentlichung 2001)

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