Günther Koch

Familienunterstützende Dienste

Beitrag aus SOS-Dialog 2001

Beschreibung

Seit Beginn der 1990er-Jahre machen im Bereich der familienunterstützenden Dienste neue Hilfekonzepte auf sich aufmerksam. Diese sogenannten "Kriseninterventionsprogramme“ sollen in kurzzeitigen und intensiven Hilfen Familien stabilisieren, um Fremdunterbringung zu vermeiden. Sie prägt also eine starke familienerhaltende Grundhaltung. Hilfen zur Erziehung, die auf labile und dynamische Familiensituationen gerichtet sind, müssen jedoch grundsätzlich im Spannungsfeld zwischen Kinderschutz und Familienerhaltung tätig sein und hierzu sowohl auf konzeptioneller Ebene als auch im Einzelfall eine sorgfältig reflektierte Position einnehmen.

Günther Koch geht der Frage nach, inwieweit sich kurzeitige Kriseninterventionsmaßnahmen im Ergebnis überhaupt mit dem gesamten Feld der Möglichkeiten der erzieherischen Hilfe messen lassen und ob sie sich angesichts eines gestiegenen Evaluationsdrucks als definierte Angebote für bestimmte Familiensituationen etablieren werden.

Autoren

Günther Koch

Jahrgang 1962, Diplompädagoge, Leiter der Planungsgruppe PETRA e.V., Forschung, Beratung und Fortbildung in der Jugendhilfe. Arbeitsschwerpunkte: Wissenschaftliche Begleitforschung von Projekten und Evaluation von Einrichtungen und Diensten der Jugendhilfe. (Stand der Veröffentlichung 2001)

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