Karin Schittenhelm

Wege in den Beruf? Mädchen und junge Frauen in der Jugendberufshilfe

Beitrag aus SOS-Dialog 2001

Beschreibung

Nach wie vor sind junge Frauen einer Vielfalt von arbeitsmarktbedingten Benachteiligungen ausgesetzt, und häufig weichen sie darum trotz schulischer Abschlüsse auf die Lernangebote der Jugendberufshilfe aus. Eine zentrale Anforderung an die Jugendhilfe ist es daher, in Zukunft die strukturelle Benachteiligung junger Frauen auf dem ersten Arbeitsmarkt bei der Ausarbeitung von Angeboten stärker zu berücksichtigen. Dazu ist es notwendig, Förderangebote weiterzuentwickeln und differenziert auf die Bedürfnislagen und Interessen junger Frauen abzustimmen.

Karin Schittenhelm untersucht nicht allein geschlechterbezogene Aspekte des Ausbildungssektors, sondern auch die Perspektiven der Jugendberufshilfe. Diese steht heute vor der ernsten Frage, inwiefern ihre Lernangebote auf einem nur begrenzt aufnahmefähigen Arbeitsmarkt noch zur beruflichen und sozialen Integration ihrer Zielgruppen – insbesondere der junger Frauen – führen können. Die Autorin geht der Frage nach, inwieweit die aktuellen Lernangebote und Förderinstrumente die soziale Lage und die jeweiligen biografischen Erfahrungen der Teilnehmerinnen berücksichtigen. Inwieweit decken Angebote sich mit den Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt und den Interessen der Auszubildenden? Mit welchen Hilfestellungen kann an die spezifischen sozialen Lagen und Kompetenzen von jungen Frauen angeknüpft werden?

Autoren

Dr. Karin Schittenhelm

Jahrgang 1957, Dr. phil., Diplomsoziologin. Vormals wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin, am Bundesinstitut für Berufsbildung sowie in Forschungsprojekten zu Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendberufshilfe auf regionaler und europäisch vergleichender Ebene. Derzeit Durchführung einer Untersuchung zum Statusübergang junger Frauen zwischen Schule und Beruf in interkulturell vergleichender Forschungsperspektive am Institut für Schulpädagogik und Bildungssoziologie der FU Berlin. Arbeitsschwerpunkte: Bildung und Arbeit, Jugend- und Geschlechterforschung, Biografieforschung, qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung. (Stand der Veröffentlichung 2001)

Seite drucken

© SOS-Kinderdorf e.V.