Diana Will

Psychosoziale Beeinträchtigungen bei Mädchen und Jungen in Maßnahmen der beruflichen Bildung

Beitrag aus SOS-Dialog 2001

Beschreibung

Die Arbeit mit schulentlassenen Mädchen und Jungen stellt an Ausbilder, Lehrer und Pädagogen zunehmend höhere Anforderungen. Soziale, familiäre und zum Teil schwere psychische Problemsituationen erfordern eine individuelle und flexible Betreuung, bei der die erstellten Förderpläne immer wieder den entsprechenden Bedürfnissen der einzelnen Jugendlichen sowie den veränderten Bedingungen des Arbeitsmarktes angepasst werden müssen.

Was sind die Hilfsmaßnahmen, die den Jugendlichen in ihrer jeweiligen Situation gerecht werden und wie können geeignete Angebote für eine individuelle Lernförderung ermittelt werden? Wie gelingt es, die individuellen Bedingungen und Situationen von Jugendlichen mit psychosozialen Beeinträchtigungen zu berücksichtigen, sodass die Betreuung für alle Beteiligten zufriedenstellend verläuft?

Dieser Beitrag stellt verschiedene Interventionsstrategien bei der Arbeit mit Mädchen und Jungen vor, die an dem berufsvorbereitenden Lehrgang "JobB©: Junge Menschen in offener beruflicher Bildung" in Oldenburg teilnehmen. Diana Will schildert die Anforderungen an die sozialpädagogischen Fachkräfte in der beruflichen Bildung im Umgang mit Themen, wie beispielsweise (Auto-)Aggression, Depression, Suizidalität und Suchtverhalten. Als besonders erfolgversprechend hat sich dabei die Arbeit in Gruppen, in denen ähnliche Problemstellungen vorherrschen, aber auch in geschlechtshomogenen Gruppen erwiesen. In ihnen wird für viele Jugendliche erstmals wechselseitige Solidarität und positive Kommunikation erfahrbar.

Autoren

Diana Will

Jahrgang 1962, Diplomsozialarbeiterin (FH), Ausbildung zur Masseurin, Medizinischen Bademeisterin und zur Erzieherin. Tätig in der psychosozialen Betreuung von arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen in Hanau, Frankfurt und Darmstadt, derzeit im Jugendaufbauwerk JobB© Oldenburg im Kreis Ostholstein. Seit 1997 Magisterstudium mit den Hauptfächern Soziale Verhaltenswissenschaften und Erziehungswissenschaften an der Fernuniversität Hagen, seit 1999 Ausbildung zur Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche bei der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie. (Stand der Veröffentlichung 2001)

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