Gabriele Friedrich und Hannelore Weskamp

Frauen helfen sich selbst - Das Frauenschutzprojekt im SOS-Mütterzentrum Zwickau

Beitrag aus SOS-Dialog 2003

Beschreibung

Die Verknüpfung von Mütterzentrumsarbeit und Frauenschutzarbeit ist ein Novum. Sie bedeutet, einen Ansatz zu verwirklichen, der es erlaubt, Gewalterfahrungen aus dem privaten in einen zumindest halb-öffentlichen Raum zu holen und auf diese Weise mitteilbar und auch veränderbar zu machen.

Gabriele Friedrich und Hannelore Weskamp schildern, wie im SOS-Mütterzentrum Zwickau erstmals versucht wurde, die Kluft zwischen Öffentlichkeit und privater Gewalt zu überbrücken. Sie gehen dabei der Frage nach, wie es gelingen kann, auf der einen Seite die Funktion des Mütterzentrums als offene Begegnungsstätte und auf der anderen Seite den Schutz der betroffenen Frauen innerhalb des Frauenschutzprojektes zu gewährleisten.

Feinfühlig werden die psychosozialen Hintergründe der Leidenssituationen von Frauen mit Gewalterfahrungen beschrieben. Anhand eines Fallbeispiels verdeutlichen die Autorinnen, wie notwendig eigene soziale Bezüge der Frauen für die Entwicklung von Autonomie und die Stärkung des Selbstwertgefühls sind und welchen Beitrag das Projekt im SOS-Mütterzentrum Zwickau dazu leistet.

Autoren

Gabriele Friedrich

Jahrgang 1965, Erzieherin; seit 1991 an der Gründung und dem Aufbau des SOS-Mütterzentrums in Zwickau beteiligt, seit 1994 Leiterin des Mütterzentrums. In dieser Arbeit ist es ihr ein besonderes Anliegen, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen. (Stand der Veröffentlichung 2003)

Hannelore Weskamp

Jahrgang 1949, Diplompädagogin, Soziotherapeutin (Fritz-Pearls-Institut), bis Mitte 2001 Mitarbeiterin im SOS-Mütterzentrum Salzgitter und Projektleiterin der dortigen Jugendwerkstatt; freiberufliche Bildungs- und Beratungsarbeit, Supervisionstätigkeit. (Stand der Veröffentlichung 2003)

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