Annemarie Gerzer-Sass

Famillienselbsthilfe. Potenziale und Leistungen am Beispiel der Mütterzentren

Beitrag aus SOS-Dialog 2003

Beschreibung

Seit Mitte der 1970er-Jahre und verstärkt mit dem Aufkommen der "neuen sozialen Bewegungen" haben sich zunehmend kollektive Formen der Selbstorganisation entwickelt, für die heute der Begriff "Familienselbsthilfe" steht. In halböffentlichen Räumen wie etwa den Mütter- und Familienzentren ist im Verlauf dieser Entwicklung ein Aktionsfeld entstanden, in dem neue Interaktionsformen innerhalb der Familie und zwischen der Familie und ihrem sozialen Umfeld erprobt werden. Sie alle kennzeichnet, dass sie durch die Bildung kleinräumiger Solidarnetze eine strukturelle Unterstützung bei der Bewältigung der zu erbringenden Anpassungs- und Erziehungsleistungen von Familien ermöglichen.

Angelehnt an ihre Untersuchungen zu Mütterzentren beschreibt Annemarie Gerzer-Sass, welche Chancen und Potenziale für Familien − insbesondere für Mütter − diese Initiative der Familienselbsthilfe birgt, und schildert anhand zahlreicher Beispiele, warum Mütterzentren einen idealen Ort für Kompetenzzuwachs, Reflexion, Begegnung und Austausch darstellen.

Autoren

Annemarie Gerzer-Sass

Jahrgang 1948, Historikerin und Sozialwissenschaftlerin; seit zwanzig Jahren wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut, stellvertretende Leitung der familienpolitischen Abteilung; Geschäftsführung zum sechsten und siebten Familienbericht der Bundesregierung. Forschungsschwerpunkte: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, insbesondere Forschung zu Arbeitszeitmodellen; Familienselbsthilfeprojekte mit Evaluation; Beiträge zur Geschlechterdemokratie, zum Beispiel „Familienkompetenzen in der Arbeitswelt nutzbar machen“. (Stand der Veröffentlichung 2003)

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