Gabriele Vierzigmann

Die Schulen öffnen – zur Gestaltungskraft der Jugendhilfe

Beitrag aus SOS-Dialog 2003

Beschreibung

Will man Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche in Zeiten wachsender sozialer Ungleichheiten nicht aufgeben, ist es sinnvoll, dort anzusetzen, wo die Kinder ohnehin sind: in den Schulen. Nicht nur der Begriff "Bildung", sondern auch die Schule als Ort der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen und sozialen Kompetenzen muss in heutigen Zeiten im Sinne einer ganzheitlichen Bildung reformiert werden. Immer mehr Kinder brauchen heutzutage zusätzliche Unterstützung und Förderung, um nicht zunehmend ins Abseits gedrängt zu werden. Daher ist − nicht zuletzt, wenn der Entwicklung von Gewalt und Ausgrenzung entgegengewirkt werden soll − ein Zusammenwirken von Fachkräften aus Schule und Jugendhilfe vonnöten.

Am Beispiel der SOS-Kinder- und Jugendhilfen Göppingen und des SOS-Kinder- und Familienzentrums Moabit schildert Gabriele Vierzigmann, wie mit institutionenübergreifender Kooperation zwischen Schulen und Einrichtungen Bildungsarbeit − in einem ganzheitlichen und nachhaltigen Sinne − geleistet werden kann. Sie verdeutlicht, welche Befähigungen die Fachkräfte der Jugendhilfe mitbringen, um trotz bestehender Systemgegensätze kooperative Maßnahmen zwischen Schule und Jugendhilfe voranzutreiben. Die Autorin tritt engagiert für den Abbau von Barrieren im Bereich der Rahmenbedingungen und Rechtsgrundlagen ein und verfolgt die Idee, Schulen nachmittags auch für die Nachbarschaft zu öffnen und sie mit entsprechenden Angeboten als "Lebensort“ erfahrbar zu machen.

Autoren

Dr. phil. Gabriele Vierzigmann

Jahrgang 1958, Diplompsychologin; wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sozialpädagogischen Institut im SOS-Kinderdorf e.V.; verantwortlich für den Aufgabenschwerpunkt Fachpublikationen; langjährig tätig in der Familienforschung und Familienberatung. (Stand der Veröffentlichung 2003)

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