Ernst-Uwe Küster

Lebenslagen und Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen in den Erziehungshilfen

Beitrag aus SOS-Dialog 2007

Beschreibung

“… es hält niemand die Zeit an und wartet, bis man endlich da angekommen ist, wo man steht.“

Jugendliche, die mit Erziehungshilfen leben, müssen im Vergleich zu den meisten anderen Gleichaltrigen ihre Entwicklungsaufgaben unter erschwerten Bedingungen bewältigen. An Fallbeispielen aus den SOS-Jugendhilfen Gera wird in diesem Beitrag geschildert, welche Themen für die hier interviewten Jugendlichen wichtig sind.

Unter welchen Bedingungen ist es für sie möglich, sich aus dem Netz von Schwierigkeiten zu befreien und sich zum Beispiel den Konflikten mit den Eltern, ihrer sozialen Isolation und den ungünstigen Berufsperspektiven konstruktiv zu stellen? Ernst-Uwe Küster beschreibt die Grenzen, an welche die Jugendlichen stoßen, und ihre Strategien, “sich über Wasser zu halten“.

Am Beispiel der SOS-Jugendhilfen Gera verdeutlicht dieser Beitrag, dass es aufgrund neuer Armutslagen und angesichts eines steigenden Refinanzierungsdrucks, fachlicher Restriktionen und verschärfter zeitlicher Zwänge für die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zunehmend schwieriger wird, soziale Benachteiligungen zu kompensieren und benachteiligte Jugendliche angemessen bei ihren Entwicklungsaufgaben zu unterstützen.

Autoren

Ernst-Uwe Küster

Jahrgang 1967, Diplompädagoge, Diplomsozialpädagoge und -sozialarbeiter, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sozialpädagogischen Institut im SOS-Kinderdorf e.V.; verantwortlich für den Aufgabenschwerpunkt Fachpublikationen; langjährig tätig in der Qualitativen Sozialforschung und der Jugend- und Erwachsenenbildung. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Seite drucken

© SOS-Kinderdorf e.V.