Mike Seckinger

Verdichtung der Jugendphase und ihre Folgen für die Kinder- und Jugendhilfe

Beitrag aus SOS-Dialog 2007

Beschreibung

Im Kontext der gesellschaftlichen Verdichtung wird von Jugendlichen immer stärker auch das Aushalten mehrdeutiger Lebenssituationen verlangt. Trotz dieser Ambivalenzen muss es für die Kinder- und Jugendhilfe darum gehen, die Ausbildung einer gesunden Identität bei den Heranwachsenden zu fördern.

Mike Seckinger mahnt in diesem Beitrag zur Vorsicht: Jugendlichen gesellschaftlich zugesicherte Experimentierräume weichen zunehmend einer Anpassung an eine konkurrenzorientierte Erwachsenenwelt. Es stellt sich die Frage, welchen Beitrag die Kinder- und Jugendhilfe unter den sich verändernden Bedingungen des Aufwachsens bei gleichzeitig wachsender Vielfalt und widersprüchlichen Anforderungen leisten kann. Inwieweit ist sie selbst in Widersprüchen gefangen?

Der Autor tritt dafür ein, angesichts einer zunehmenden Beschleunigung und Verdichtung gesellschaftliche Entwicklungen zu fördern, die den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen entsprechen. Den markwirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Rechnungen stellt er engagiert die Notwendigkeit einer partiellen Entschleunigung entgegen.

Autoren

Dr. phil. Mike Seckinger

Jahrgang 1965, Diplompsychologe, Leiter der Fachgruppe „Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe“ am Deutschen Jugendinstitut e.V., Abteilung Jugend und Jugendhilfe. Arbeitsschwerpunkte: Jugendhilfeforschung, Partizipation, Gemeindepsychologie.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

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