Kristin Teuber

Rechtliche Grundlagen für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Beitrag aus SOS-Dialog 2007

Beschreibung

Zwischen rechtlicher Subjektstellung des Kindes und der Verantwortung von Eltern und Staat für die Bedingungen des Aufwachsens scheint noch immer ein unauflösbares Spannungsverhältnis zu bestehen. Inwieweit können die Förderverpflichtungen von Eltern und Staat und die rechtlich verankerten Autonomiebestrebungen von Kindern und Jugendlichen miteinander vereinbart werden?

Kristin Teuber zeigt, dass die gängigen kinderpolitischen Leitbilder im aktuellen deutschen Recht entweder von einer Erwachsenenperspektive dominiert werden oder aber die Gefahr in sich bergen, Kinder mit zu großen Entscheidungsspielräumen zu überfordern. Der Vergleich mit den in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten internationalen Rechten für Kinder lässt gravierende Unterschiede und eine gänzlich andere Rechtslogik erkennen. Hier werden die Rechte aus der Sicht der Kinder formuliert und den Grundrechten für Erwachsene weitgehend nachgebildet. Sie haben jedoch bislang in der deutschen Rechtsprechung kaum Niederschlag gefunden.

Autoren

Dr. phil. Kristin Teuber

Diplompsychologin; seit 2015 Leiterin des Sozialpädagogischen Instituts (SPI) des SOS-Kinderdorf e.V., langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin im SPI in den Bereichen Praxisforschung und Fachöffentlichkeitsarbeit. Arbeitsschwerpunkte: Ressourcenunterstützende Handlungsansätze in der Jugendhilfe, Forschung im Bereich der stationären Hilfen zur Erziehung, Entwicklungsprozesse im Jugend- und frühen Erwachsenenalter, Leaving Care, familiale Betreuungsformen. (Stand der Veröffentlichung 2017)

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