Rolf Lambach

Messung von Ergebnisqualität

Beschreibung

Angesichts der Situation der öffentlichen Haushalte sind auch die Leistungen der Jugendhilfe zum Gegenstand der Diskussion geworden. Die Problematisierungen reichen dabei von der Aufforderung, die Effektivität dieser Leistungen zu überprüfen, bis zu einer grundsätzlichen Infragestellung des Sozialstaates. Der Diskussion über Qualitätsentwicklung in der Sozialen Arbeit selbst liegt häufig ein spürbares diffuses Unbehagen darüber zugrunde, was man unter Messung zu verstehen hat, und die Qualitätsdebatte in der Kinder- und Jugendhilfe steht zugleich immer in einem doppelten Kontext: Zum einen stammen Anforderungen an Qualität aus dem Kontext einer verschärften wirtschaftlichen Konkurrenz, zum anderen kommt der Überprüfung sozialstaatlicher Leistungen eine wachsende Bedeutung zu.

Rolf Lambach vermittelt zunächst einen Überblick über die Zusammenhänge, Aspekte und Argumente in der Qualitätsdebatte und stellt anschließend die drei Grundbegriffe "Ergebnisqualität", "Strukturqualität" und "Prozessqualität" im Detail vor. Daran anknüpfend erläutert er deren Interdependenzen sowie verschiedene relevante Verfahrenstypen zur Messung von Ergebnisqualität. Ihre Funktion, nämlich die Produktion einer großen Menge reflexionsfähiger Daten, kann einen wesentlichen Beitrag zur Methodisierung der Bewertung von Ergebnissen sozialpädagogischer Prozesse leisten. Durch sie können sich neue Vergleichs- und Effizienzmöglichkeiten zur Selbstreflexion professioneller Normen eröffnen.


 

Autoren

Rolf Lambach

Jahrgang 1950, M.A., Mitarbeiter der Planungsgruppe PETRA in Schlüchtern. Arbeitsschwerpunkte: Forschung, Fortbildung und Beratung im Bereich der Jugendhilfe, vor allem der Hilfen zur Erziehung; derzeit Forschung im Bereich der Elternarbeit und Fortbildung und Beratung im Bereich Qualitätsentwicklung. (Stand der Veröffentlichung 2003)

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