Carsten Lehmann

Ressourcenaktivierende Familienarbeit – Erfahrungen mit einem praktischen Ansatz

Beschreibung

Von August 1997 bis Mai 2000 wurde das Modellprojekt "Zusammenarbeit mit Herkunftsfamilien von Kindern und Jugendlichen, die sich im Heim oder sonstigen betreuten Wohnformen befinden" vom Landesjugendamt Brandenburg durchgeführt. Zu den ausgewählten Einrichtungen der Region Potsdam gehörte auch das DRK Kinder- und Jugendheim "Am Stern". Nach Abschluss des Projektes orientiert sich die pädagogische Arbeit in dieser Einrichtung heute vor allem an den Möglichkeiten der Herkunftsfamilien, und die Familien erleben nun eine deutlich veränderte Haltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Carsten Lehmann schildert die Entwicklung, Inhalte und Methoden sowie die Umsetzung des Konzeptes "Ressourcenorientierte Zusammenarbeit mit Herkunftsfamilien" in diesem Kinder- und Jugendheim. Erklärte Zielsetzung des Projektes war es, die Herkunfts- oder Restfamilie zu stärken und zu stabilisieren, um dem Kind eine Rückkehr zu ermöglichen. Das zugrundeliegende Konzept beruhte dabei auf der Überzeugung, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten der Grundstein für positive und nachhaltige Veränderungen im Familiensystem ist. Anhand der Beschreibung dieses Konzeptes wird auf gelungene Art und Weise verdeutlicht, warum die Zusammenarbeit zwischen Herkunftssystem und Fachkräften nicht zuletzt auch entscheidend dazu beiträgt, die Beziehungen von Eltern zu ihren Kindern zu klären und neu zu gestalten.

Autoren

Carsten Lehmann

Jahrgang 1963, Diplomlehrer, Sonderpädagoge und Sprachheillehrer, derzeit Ausbildung zum Betriebswirt; seit 1997 Einrichtungsleiter des DRK Kinder- und Jugendheims „Am Stern“ in Potsdam. Arbeitsschwerpunkte: Ressourcenorientierte Zusammenarbeit mit Herkunftsfamilien, Erlebnispädagogische Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe und neue Wege bei der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule. (Stand der Veröffentlichung 2004)

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