Johannes Münder

Notwendig oder entbehrlich? Die rechtliche Bedeutung des Hilfeplanverfahrens

Beschreibung

Das Thema "Hilfeplanverfahren“ umfasst verschiedenste rechtliche Fragestellungen. Aber ist es immer notwendig? Und wer ist konkret dafür zuständig? Gibt es Vorgaben bezüglich des ablaufenden Aushandlungsprozesses? An verschiedenen Stellen werden die rechtlichen Aspekte im und die eigentliche Bedeutung des Hilfeplanverfahrens deutlich, so etwa bei der Frage der Selbstbeschaffung oder beim Umfang der gerichtlichen Überprüfung einer Entscheidung des Jugendamtes.

Anhand eines Beispiels zur Selbstbeschaffung verdeutlicht Johannes Münder die Problematik, die mit den rechtlichen Rahmenbedingungen des Hilfeplanverfahrens und der Hilfeplanung einhergeht. Entlang der jeweiligen Gesetzesparagrafen und relevanten Gerichtsentscheidungen schildert er wesentliche Aspekte und darüber hinaus die Schwierigkeiten im Kontext dieses – vom Gesetzgeber als "prozedurales Verfahren der Konsensbildung“ definierten – Prozesses.

Wer aber ist in ihm wofür verantwortlich? Hat das Hilfeplanverfahren überhaupt eine eigenständige Bedeutung? Können die Gerichte die Entscheidungen von Jugendämtern ersetzen und muss aus rechtlicher Sicht überhaupt ein Hilfeplanverfahren durchgeführt werden? Das sind Fragen, denen der Verfasser nachgeht. Ergänzend veranschaulicht er anhand einer Übersicht den idealtypischen Verlauf des Planungsprozesses von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Überprüfung und Weiterentwicklung des Hilfeplans.

Autoren

Prof. Dr. jur. Johannes Münder

Jahrgang 1944, Jurist, nach Tätigkeiten am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (Universität Bielefeld) Stationen beim Bundesministerium für Arbeit, an der Fachhochschule Wiesbaden und an der Pädagogischen Hochschule Berlin; von 1980 bis 2010 Professor an der Technischen Universität Berlin, Lehrstuhl für Sozialrecht und Zivilrecht, seit 1.4.2011 emeritiert; Vorstandsvorsitzender des SOS-Kinderdorf e.V. (Stand der Veröffentlichung 2012)

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