Marion Strehler und Wolfgang Sierwald

Ziele gemeinsam setzen – Zielfindung und Zielformulierung als kooperativer Prozess

Beschreibung

Ziele gelten in der Hilfeplanung als zentrales Steuerungsinstrument, zugleich sind sie eine wichtige Grundlage für einen gemeinsam getragenen Hilfeprozess. Denn Eltern, Kinder und Jugendliche bei der Findung und Formulierung ihrer eigenen Ziele zu unterstützen, ist nicht zuletzt auch ein erster Schritt, sie dazu zu befähigen, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Welche Faktoren gilt es insbesondere zu berücksichtigen, wenn die Umsetzung eines Hilfeprozesses und seiner Ziele gelingen soll? Und wie lässt sich ein gemeinsames Verständnis von einer gelungenen Zielfindung zwischen öffentlichen und freien Trägern entwickeln?

Marion Strehler und Wolfgang Sierwald beschreiben die Möglichkeiten der Zielfindung und -formulierung im Verlauf eines kooperativen, kreativen Prozesses zwischen Fachkräften, Kindern, Jugendlichen und Eltern. Anhand eines Fallbeispiels stellen sie unterschiedliche Methoden zur Aushandlung von Zielen vor und bilden diese nach Altersgruppen geordnet in Überblickstabellen ab. Diese Methoden wurden 2004 am Modellstandort Raum Nürnberg – Fürth – Erlangen von einer Projektgruppe öffentlicher und freier Träger im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Modellprojektes "Hilfeplanung als Kontraktmanagement?" erarbeitet. Die Verfasser beschreiben zudem detailliert den Aufbau eines Aushandlungsgespräches und nennen konkrete Beispiele für Vereinbarungen, die den Fachkräften Handlungsorientierung geben, das Hilfeplangespräch entlasten und vor allem die Adressatinnen und Adressaten verstärkt einbinden.

Autoren

Marion Strehler

Jahrgang 1973, Diplomsoziologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Hilfeplanung als Kontraktmanagement?“ am Sozialpädagogischen Institut im SOS-Kinderdorf e.V., zuvor freie Mitarbeiterin am Institut für Jugendforschung. Arbeitsschwerpunkte: Jugendhilfe, Hilfeplanung, Partizipation von Kindern und Jugendlichen. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Dr. phil. Wolfgang Sierwald

Jahrgang 1958, Psychologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sozialpädagogischen Institut im SOS-Kinderdorf e.V., zuvor tätig in Lehre und familienpsychologischer und pädagogisch-psychologischer Forschung. Arbeitsschwerpunkte: Praxisforschung in der Kinder- und Jugendhilfe und interne Datenanalysen, Forschungsprojekte im Bereich Kinderdorffamilien, zur Beteiligung im Heimalltag und zur Hilfeplanung in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Mitarbeit an der internationalen Katamnesestudie „Tracking Footprints“. (Stand der Veröffentlichung 2008)

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