Reinhild Schäfer

Geschlechtergerechtigkeit in der stationären Erziehungshilfe

Beschreibung

Obwohl die Gleichstellung von Männern und Frauen bereits in den Neunzigerjahren von der Bundesregierung zu einem durchgängigen Leitprinzip erklärt und entsprechend gesetzlich verankert wurde, finden sich zum Thema Gender Mainstreaming in der Fachliteratur kaum Umsetzungsbeispiele aus der Praxis der stationären Erziehungshilfe. Zudem fehlt eine Bestandsaufnahme, inwieweit geschlechterreflektierte Arbeit geleistet wird und zum Stand von Geschlechtergerechtigkeit in stationären Einrichtungen.

Wie geschlechtersensitiv ist die Kinder- und Jugendhilfe inzwischen in Bezug auf die unterschiedlichen Entwicklungsverläufe und Problemverarbeitungsstrategien von Jungen und Mädchen? Und auf welche Art und Weise können die Fachkräfte stationärer Einrichtungen die erforderlichen Genderkompetenzen erwerben und in ihrer Arbeit auf eine größere Geschlechtergerechtigkeit hinwirken?

Entlang dieser Fragen gibt Reinhild Schäfer zunächst einen fundierten Überblick über die begriffsgeschichtliche Entwicklung von "Gender Mainstreaming" und erläutert das Konzept, seine Zielrichtung und den rechtlichen Rahmen. Daran anschließend entwickelt sie konkrete Leitfragen zu verschiedenen Gender-Aspekten, welche die Fachkräfte anregen und dabei unterstützen sollen, Gender Mainstreaming auf konzeptioneller und personeller Ebene sowie auf Ebene der Organisationsstruktur und -kultur konsequent in die Praxis umzusetzen.

Autoren

Dr. phil. Reinhild Schäfer

Jahrgang 1958, Soziologin, wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut e.V. im Projekt „Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe“. Arbeitsschwerpunkte: Frauen- und Geschlechterforschung. (Stand der Veröffentlichung 2007)

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