Gerd Engels und Klaus Hinze

Jugendschutz in der Mediengesellschaft – von „Muttizettel“ und LAN-Party

Beschreibung

Gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen wirken sich auch und ganz besonders auf die Lebensweisen junger Menschen aus. Eltern und zum Teil auch Pädagogen reagieren darauf häufig mit starker Ablehnung. Die aktuellen Debatten um "Killerspiele“ und den Umgang der "Jugend von heute“ mit den Medien verdeutlicht dies. Inwieweit aber greifen diesbezügliche Gesetze und Verbote? Sind nicht vielmehr medienkompetente Eltern und Fachkräfte in ihrer Erziehungsfunktion gefragt, wenn es um die Entwicklung von Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit junger Menschen in einer Mediengesellschaft geht?

Gerd Engels und Klaus Hinze zeigen anhand ausgewählter Beispiele, dass gesetzliche Regelungen Kinder und Jugendliche nur zum Teil schützen können. Im erzieherischen Alltag ist es nach ihrer Erfahrung genauso wichtig, jugendkulturelle Entwicklungen zu akzeptieren und pädagogisch auf sie zu reagieren, denn vieles lässt sich auch jungen Menschen nicht mehr verbieten, wenn es gesellschaftlich erst einmal etabliert ist.

Die Autoren vertreten die Ansicht, dass Heranwachsende – wenn Erwachsene sie dabei vernünftig begleiten – moralische und ethische Werte in fast jedem Handlungsbereich lernen können. Der gesetzliche Jugendschutz kann helfen, Risiken zu minimieren. Erzieherischer Jugendschutz hingegen sollte dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche sich kompetent, verantwortlich und aktiv in ihre Lebenswelt einbringen lernen.

Autoren

Gerd Engels

Jahrgang 1954, M.A., Philosoph; langjährig tätig in der politischen Jugendbildung bei verschiedenen Trägern, heute Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) in Berlin. Arbeitsschwerpunkte: Information und Beratung im Bereich des kontrollierend-ordnungsrechtlichen Kinder- und Jugendschutzes. (Stand der Veröffentlichung 2008)

Klaus Hinze

Jahrgang 1955, Sozialarbeiter und Sozialpädagoge (FH), Soziologe; tätig als Sozialarbeiter und Sozialpädagoge in verschiedenen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe und als Lehrbeauftragter für Methodenlehre der Sozialarbeit an der Evangelischen Fachhochschule Berlin, seit 1995 Geschäftsführer der Aktion Kinder- und Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Brandenburg e.V. (AKJS). (Stand der Veröffentlichung 2008)

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