Nicola Gragert

Prävention und Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten

Beschreibung

Auch in Kindertagesstätten wird tagtäglich Gesundheitsförderung und Prävention betrieben, denn wenn die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützt werden, trägt dies zur Bewältigung von Entwicklungshürden und zur Prävention drohender Entwicklungsverzögerungen bei. Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention können inhaltlich begriffen werden als zwei Strategien, um die Gesundheit zu erhalten. Für eine Untersuchung ihrer jeweiligen Bedeutung müssen sie jedoch definitorisch voneinander abgegrenzt werden: Setzt die Krankheitsprävention vornehmlich bei der Vermeidung von Risiken und Krankheiten an, so ist die Gesundheitsförderung in einen größeren Rahmen eingebettet. Dabei geht es nicht nur um die Gesundheit des einzelnen Menschen, sondern vielmehr um die Stärkung von Gesundheitsressourcen und um die Schaffung gesundheitsförderlicher Umgebungen, die zu einer Erhaltung der Gesundheit beitragen.

Nicola Gragert erläutert diese beiden unterschiedlichen Ansätze und schildert am Beispiel der Arbeit von Kindertagesstätten die verschiedenen Präventionsstufen und -formen sowie die Bedeutung der Ganzheitlichkeit in der Gesundheitsförderung. Dabei geht sie insbesondere folgenden Fragestellungen nach: Welches sind geeignete Themen einer wirkungsvollen Gesundheitsförderung und wie lassen sich diese konkret in den Einrichtungsalltag einbinden, um langfristig die erwünschten Einstellungen und Werthaltungen bei den Beteiligten zu erzielen? Welche Zielgruppen lassen sich ausmachen und welche Bedeutung kommt dem Thema Gesundheit bei der Auswahl und Planung von Fortbildungen zu? Inwieweit wird dabei die Gesundheitsförderung des pädagogischen Personals berücksichtigt?

Autoren

Nicola Gragert

Jahrgang 1975, Diplompädagogin, freiberufliche Trainerin und Mediatorin, zuvor wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI), Abteilung Jugend und Jugendhilfe. Arbeitsschwerpunkte: Strukturen und Leistungen der offenen und freien Kinder- und Jugendhilfe, Aufgaben der Qualifikationsanforderungen an die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Zusammenarbeit mit Eltern, Methoden der empirischen Sozialforschung. (Stand der Veröffentlichung 2010)

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