Andreas Klocke

Soziales Kapital als Ressource der Armutsbewältigung und der Gesundheitsstärkung im Jugendalter

Beschreibung

Zahlreiche Studien haben in den letzten Jahren auf den engen Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit beziehungsweise Armut und Gesundheit hingewiesen. Diese Zusammenhänge zwischen sozioökonomischem Status von Herkunftsfamilien und der sozialen und gesundheitlichen Entwicklung – oder eben den Entwicklungsverzögerungen – bei Kindern zeichnen das Bild einer Kumulation von Benachteiligungen von Kindern aus armen Familien. Anders formuliert: Nicht Krankheit macht arm, sondern Armut macht krank.

Wie aber bewältigen Kinder und Jugendliche belastende Lebenssituationen? Welche Risikolagen und Schutzfaktoren können dabei unterschieden werden? Welche Auswirkungen haben soziale Ressourcen auf die Gesundheit von Kindern? Diese und ähnliche Forschungsfragen werden zunehmend unter dem konzeptionellen Dach "social capital" diskutiert.

Andreas Klocke stellt anhand empirischen Materials exemplarisch dar, welchen Einfluss das soziale Kapital als vermittelnde Variable zwischen sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit im Jugendhalter hat. Das Sozialkapital-Konzept hat im Rahmen der Diskussion über die – oftmals sozialräumlich bezogenen – Entwicklungstendenzen von Zivilgesellschaften eine weite Verbreitung gefunden. Der Autor zeigt, wie sich dieses Konzept in der sozialwissenschaftlichen Forschung operationalisieren lässt. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen Analysen zur Wirkung sozialen Kapitals sowie die Frage, welche sozial- und gesundheitspolitische Bedeutung die stärkere Berücksichtigung sozialen Kapitals hat.

Autoren

Prof. Dr. phil. Andreas Klocke

Jahrgang 1958, Professor für Soziologie am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit und seit 2007 geschäftsführender Direktor des Forschungszentrums Demografischer Wandel (FZDW) an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Arbeitsschwerpunkte: Sozialstrukturanalyse, Jugend- und Familienforschung, Gesundheitssoziologie. (Stand der Veröffentlichung 2010)

Seite drucken

© SOS-Kinderdorf e.V.