Hanna Permien

Prävention und Gesundheitsförderung in den Hilfen zur Erziehung

Beschreibung

Gesundheit umfasst gemäß der Charta der WHO nicht nur körperliches, sondern auch seelisches und soziales Wohl. Sie bezieht sich auf persönliche und soziale Ressourcen ebenso wie auf körperliche Fähigkeiten. Lebensverhältnisse, Bildungsstatus und sozialer Status entscheiden immer mit über Gesundheit und Wohlbefinden. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sollten sich dementsprechend von der vorherrschenden pathogenetischen hin zu einer salutogenetischen Sichtweise verschieben und diejenigen Faktoren in den Mittelpunkt stellen, die zur Gesunderhaltung beitragen.

Unter welchen Umständen aber ist es nachhaltig möglich, die Startchancen und die Gesundheitsbalance im Leben von Kindern aus sozial benachteiligten Familien in den Hilfen zur Erziehung zu verbessern? In welchen Bereichen erweist sich gezielte gesundheitsbezogene Prävention überhaupt als sinnvoll? Und wie kann die Zusammenarbeit der Erziehungshilfen etwa mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, aber auch mit Ärzten anderer Fachrichtungen verstärkt und die gegenseitige Verständigung verbessert werden?

Die Autorin erläutert, was die beiden Hilfesysteme verbindet beziehungsweise unterscheidet und was die spezifische Leistung der Kinder- und Jugendhilfe ist. Sie kommt zu dem Schluss: Gesundheitsförderung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch die Kinder- und Jugendhilfe betrifft. Eine gegenseitige Annäherung und gute Kooperation mit dem Gesundheitssystem ist – trotz aller Unterschiede – zu ihrer Bewältigung nicht nur wünschenswert, sondern unerlässlich.

Autoren

Dr. phil. Hanna Permien

Jahrgang 1947, Diplompsychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI). Arbeitsschwerpunkte: Jugendhilfe- und Geschlechterforschung, Geschäftsführung des Dreizehnten Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung „Mehr Chancen für gesundes Aufwachsen“. (Stand der Veröffentlichung 2010)

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