Klaus Schäfer

Gesundheitshilfe und Kinder- und Jugendhilfe

Beschreibung

Die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen sind für die Zukunft jeder Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung. Generell gilt, dass die Grundlagen für die Gesundheit eines jeden in hohem Maße mitbedingt sind durch die Einflüsse aus der frühen Kindheit, und zu den wichtigsten Grundbedürfnissen von Kindern zählen nachweislich vor allem Zuwendung und intensive Förderung. Häufig stehen gesundheitliche Probleme von Kindern in Zusammenhang mit ökonomischen, sozialen und kulturellen Problemen: Schwierige familiäre Beziehungen sowie schädigende Einflüsse des sozialen Umfeldes der Kinder bewirken konkrete Gesundheits- und Entwicklungsrisiken.

Kenntnisreich erläutert Klaus Schäfer, warum angesichts dieser Befunde eine stärkere Kooperation von Gesundheits- und Jugendhilfe dringend notwendig ist. Nicht zuletzt die aktuelle Diskussion um die gesetzliche Weiterbildung des Kinderschutzes zeigt, dass die Bereiche Gesundheitshilfe und Öffentlicher Gesundheitsdienst einerseits und die Felder der Kinder- und Jugendhilfe anderseits in Zukunft stärker zusammenwirken müssen. Er betont: Noch gibt es zwar kein flächendeckendes funktionierendes Miteinander, wohl aber gute Beispiele dafür, wie dies aussehen könnte.

Der Autor schildert die grundlegenden Voraussetzungen für eine gelingende Kooperation der beiden Bereiche und betont entschieden, dass die Zusammenarbeit nicht nur eine Forderung ist, die auf das Zusammenwirken unterschiedlicher Professionen abzielt, sondern zugleich auch ein Anspruch an die eigene Zunft.

Autoren

Prof. Klaus Schäfer

Jahrgang 1945, Sozialarbeiter, Diplompädagoge, Honorarprofessor an der Universität Bielefeld, Leiter der Abteilung Kinder und Jugend im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, Kooperation Jugendhilfe und Schule, Ganztagsschulen und der Beitrag der Kinder- und Jugendhilfe, Frühe Bildung. (Stand der Veröffentlichung 2010)

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