Erich Schöpflin

Förderung von Handlungsbefähigung in der Praxis eines SOS-Kinderdorfes

Beschreibung

Die professionellen Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen agieren in vielfältigen Handlungsfeldern, die sie für die gezielte individuelle Förderung von Handlungsbefähigung nutzen können. Ein aus dem Befähigungsansatz abgeleitetes Bildungscurriculum achtet die Bildungsadressatinnen und -adressaten als Akteure ihres Lebens. Pädagogische Fachkräfte müssen sich von der Expertenhaltung „Ich weiß, was gut für dich ist!“ lösen, um stattdessen zu einem „Entwicklungscoach für Handlungsbefähigung“ zu werden.

Erich Schöpflin kann auf seine langjährige Erfahrung als Leiter des SOS-Kinderdorfes Ammersee zurückgreifen. Fundiert stellt er dar, welche Lernerfahrungen und Kompetenzen notwendig sind, um Lebenssouveränität zu erlangen. Anhand von Praxisbeispielen erläutert der Autor, wie allmählich Basiskompetenzen – sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei deren Eltern – aufgebaut werden können und sodann zu einer selbstbestimmten und sozial angemessenen Handlungssteuerung im Alltag beitragen. In den Beispielen werden die Themen Elterncoaching, Erlernen sozialer Fähigkeiten, Ermöglichungsräume für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie  Umgang mit diskontinuierlichen Lebensverläufen angesprochen. Für unabdingbar hält der Autor ein Bildungsverständnis, das individuelle wie auch soziale Lernprozesse angemessen berücksichtigt.

Autoren

Erich Schöpflin

Jahrgang 1951, Diplompsychologe, seit 2003 Leiter des SOS-Kinderdorfes Ammersee-Lech; langjährige Erfahrungen im Fachdienst, als Bereichsleiter und hauptamtlicher Vorstand in der Kinder- und Jugendhilfe.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

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