Ullrich Gintzel

Plädoyer für eine konsequente Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den stationären Erziehungshilfen

Beschreibung

Angemessene Beteiligungsformen sind von zentraler Bedeutung dafür, dass Heranwachsende selbst Verantwortung für sich übernehmen können und dabei lernen, ihre Fähigkeiten gemeinschaftsfördernd einzusetzen. Jugendliche messen an den Regelungen, die ihren Alltag und ihr Leben in einer stationären Einrichtung betreffen, wie ernst sie mit ihren Kompetenzen und Autonomiebestrebungen genommen werden. Dabei sind sie meist gut in der Lage zu formulieren, ob ihre Wünsche nach Mitbestimmung ausreichend Berücksichtigung finden oder nicht.

Für die Entwicklungsaufgaben, die Jugendliche in stationärer Erziehungshilfe in besonderer Weise zu bewältigen haben, brauchen diese die Erfahrung, dass ihre elementaren Lebensinteressen von den für sie verantwortlichen Erziehungspersonen wahrgenommen und berücksichtigt werden. Dieser Beitrag geht der Frage nach, warum der Einsicht in und der Formulierung von Beteiligungsnotwendigkeiten in der Praxis noch immer keine entsprechenden konsequenten Partizipationsformen gegenüberstehen.

Ullrich Gintzel betont − in Anlehnung an die Ergebnisse der Entwicklungspsychologie und Bindungstheorie − die Bedeutung einer beteiligungsorientierten Erziehungshilfepraxis und gibt einen Überblick über die zentralen Punkte des Themas Beteiligung als sozialpädagogische Handlungsmaxime.

Autoren

Prof. Ullrich Gintzel

Diplomsozialpädagoge (FH), Diplompädagoge, Hochschullehrer an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (Stand der Veröffentlichung 2003)

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© SOS-Kinderdorf e.V.