Hilfeplanung

SOS-Dialog 2000

ISSN: 1435-3334
               
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Beschreibung

In der Hilfeplanung wird versucht, mit verschiedenen Mitteln − beispielsweise dem Hilfeplan oder dem Hilfeplangespräch − das komplexe Geschehen bei der Gewährung erzieherischer Hilfen zu steuern und abzusichern. Dabei soll gewährleistet werden, dass nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden wird, sondern dass diejenigen, um deren Lebensbedingungen es bei der Planung geht, sich aktiv einbringen und mitentscheiden können.

In der fachöffentlichen Diskussion zur Hilfeplanung ist viel darüber nachgedacht worden, wie dieser Prozess so gestaltet werden kann, dass er transparent, gerecht, offen und effektiv verläuft. Was aber bringt der im Zusammenhang mit dem Hilfeplanverfahren betriebene Aufwand im Hinblick auf die inhaltlichen Ziele und die tatsächliche Partizipation der Klienten? Wird Beteiligung bei der Hilfeplanung mittlerweile wirklich praktiziert oder wird sie vielmehr inszeniert, um das Ungleichgewicht im Verhältnis zwischen Professionellen und Adressaten weniger offensichtlich erscheinen zu lassen? Mit diesen und anderen Aspekten der Hilfeplanung beschäftigen sich die Autoren im Themenschwerpunkt des Dialogheftes 2000.

Josef Faltermeier, Charlotte Köttgen, Gerd Mutz, Mathias Schwabe und andere

Herausgegeben vom Sozialpädagogischen Institut

im SOS-Kinderdorf e.V.

München 2000, Eigenverlag


Autoren

Andreas Bohnenstengel

Jahrgang 1970, freier Fotograf in München, arbeitet für Die Zeit, Spiegel, Stern, Süddeutsche Zeitung sowie für gesellschaftliche Institutionen. 1995 „Medienpreis für Sozialfotografie“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege, 1997 erster Preis bei der Ausstellung „Jung und Alt“, 2002 Ausstellung ALTerleben im Martin-Gropius-Bau, Berlin. (Stand der Veröffentlichung 2002)

Wolfgang Edlinger

Jahrgang 1951, Diplom-Pädagoge, Studium der Erziehungswissenschaft, Politik und Sport an der Universität Marburg. Langjährig tätig in der Gemeinwesenarbeit, der kirchlichen Randgruppenarbeit und in Arbeitslosenprojekten. Seit neun Jahren Leiter der SOS-Jugendhilfen Saarbrücken, einer Verbundeinrichtung im Bereich erzieherischer Hilfen; dazu gehört das Modellprojekt „SOS-Jugenddienst – Kinder und Jugendliche auf der Straße“, das vom Jugendamt des Stadtverbandes Saarbrücken konzeptionell mit entwickelt wurde und von ihm wie auch vom saarländischen Sozialministerium gefördert wird. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Dr. Josef Faltermeier

Jahrgang 1947, Dr. phil., Leiter des Arbeitsfeldes „Kindheit, Jugend, Familie, Gleichstellung“ im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge, Frankfurt am Main. Arbeitsschwerpunkte: Jugend- und Familienpolitik, Bildung junger Menschen, Konzeptentwicklung öffentlicher Erziehung, Kinderschutz. (Stand der Veröffentlichung 2004)

Gisela Finke

Jahrgang 1952, Diplom-Psychologin und Schriftstellerin. Mehrjährige Tätigkeit in psychiatrischen Kliniken. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Inge Göbbel

Jahrgang 1949, Diplom-Pädagogin, seit 1989 Leiterin des SOS-Kinderdorfes Worpswede. Langjährige Tätigkeit in außerschulischer Jugend- und Erwachsenenbildung und in sonderpädagogischen Arbeitsfeldern. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Charlotte Köttgen

Jahrgang 1941, Dr. med., Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie. Leiterin eines jugendpsychiatrischen und jugendpsychologischen Dienstes im Rahmen der Jugendhilfe Hamburg. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Martin Kühn

Jahrgang 1964, Diplom-Behindertenpädagoge, Zusatzausbildung in Systemischer Beratung und Therapie. Seit 1995 im SOS-Kinderdorf Worpswede tätig, zunächst als Pädagogischer Mitarbeiter, jetzt als Abteilungsleiter „Differenzierte Jugendhilfen“. Langjährige Tätigkeit in schulbegleitenden Maßnahmen, sonderpädagogischen Arbeitsbereichen sowie stationären Hilfen zur Erziehung. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Franz X. Müller

Jahrgang 1944, Diplom-Psychologe, Klinischer Psychologe/Psychotherapeut BDP, Leiter der SOS-Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Landsberg. (Stand der Veröffentlichung 2000)

PD Dr. Gerd Mutz

Jahrgang 1952, Ökonom und Soziologe; Direktor des Münchner Instituts für Sozialforschung (Munich Institute for Social Science, miss); war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“. Arbeitsschwerpunkte: Internationale Studien zur Zukunft der Arbeit, zu Corporate Responsibility, zu sozialen und kulturellen Lernprozessen sowie bürgerschaftlichem Engagement. (Stand der Veröffentlichung 2003)

Prof. Dr. phil. Mathias Schwabe

Jahrgang 1958, Diplompädagoge, systemischer Berater/Supervisor (IGST), Professor für Methoden der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule Berlin. Langjährige berufliche Erfahrungen mit offener Kinder- und Jugendarbeit in einer Obdachlosensiedlung, als Sozialpädagoge in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und als Leiter eines Erziehungshilfeverbundes der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Eckhard Thiel

Jahrgang 1959, Diplompädagoge, Studium der Erziehungswissenschaften und Philosophie an der Universität Trier, Individualpsychologischer Berater (Deutsche Gesellschaft für Individualpsychologie) und Diplom-Musiktherapeut. Seit 1986 pädagogischer Mitarbeiter im SOS-Kinderdorf Worpswede und seit 2001 Bereichsleiter für den Bereich „Kinderdorffamilien“. (Stand der Veröffentlichung 2012)

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