Hilfeplanung – reine Formsache?

Dokumentation 4 der SPI-Schriftenreihe

ISBN: 3-936085-61-7
ISSN: 1435-3016
               
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Beschreibung

Nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz sind Kinder, Jugendliche und deren Familien an der Planung der Hilfemaßnahmen angemessen zu beteiligen. Die Autorinnen und Autoren des Tagungsbandes teilen die Einschätzung, dass der Erfolg einer Hilfe entscheidend davon abhängt, ob die Betroffenen sich mit den vereinbarten Zielen der Hilfeplanung einverstanden erklären können. Dies wiederum setzt voraus, dass ihre Probleme und Anliegen verstanden und in Entscheidungen miteinbezogen werden.

Auf eine Fortentwicklung des Hilfeplanverfahrens zielte auch das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend initiierte Modellprojekt "Hilfeplanung als Kontraktmanagement?".

Die am Bundesmodellprojekt beteiligten Institute stellen in dem Band zentrale Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Des Weiteren gehen Autoren wie Johannes Münder, Reinhard Wiesner oder Ulrike Urban der Frage nach der rechtlichen Konstruktion des Hilfeplanverfahrens und seiner Funktion als Steuerungsinstrument der Kinder- und Jugendhilfe nach oder nähern sich dem Thema aus dem Blickwinkel der Pädagogik, aus der Gender-Perspektive beziehungsweise unter interkulturellen Gesichtspunkten.

Heinz Müller, Johannes Münder, Christian Schrapper, Mathias Schwabe, Ulrike Urban, Reinhard Wiesner 

und andere

Herausgegeben vom Sozialpädagogischen Institut

im SOS-Kinderdorf e.V.

München 2005, Eigenverlag

248 Seiten


Inhaltsverzeichnis

Autoren

Prof. Dr. phil. Luise Hartwig

Jahrgang 1955, Professorin für Erziehungswissenschaften an der Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen. Forschungsschwerpunkte: Jugendhilfe, Erziehungshilfe, häusliche Gewalt, Frauen- und Geschlechterforschung. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Dr. phil. Hans-Ullrich Krause

Jahrgang 1954, Diplompädagoge, Lehrbeauftragter, Buch- und Drehbuchautor; Leiter des Kinderhauses Berlin-Mark Brandenburg e.V., Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen und Vorstandsmitglied des Kronberger Kreises für Qualitätsentwicklung e.V. Arbeitsschwerpunkte: erzieherische Hilfen, Partizipation, Organisations- und Qualitätsentwicklung, Methoden der Sozialen Arbeit. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Martina Kriener

Jahrgang 1960, Diplompädagogin, tätig im Referat Erzieherische Hilfen des Landesjugendamtes Westfalen-Lippe, zuvor wissenschaftliche Begleitung verschiedener Projekte zu Partizipation in der Erziehungshilfe, Aktive im Verein Kinder haben Rechte e.V., Mitautorin des „Rechteratgebers für Kinder und Jugendliche“ sowie des „Kinderrechtepositionspapieres“ der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Hans Leitner

Jahrgang 1959, Diplompädagoge, Geschäftsführer der Start gGmbH, tätig in Praxisforschung, Beratung und Fortbildung für öffentliche und freie Träger der Sozialen Arbeit. Arbeitsschwerpunkte: Hilfen zur Erziehung, Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Marion Moos

Jahrgang 1975, Diplompädagogin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, Partizipation von Kindern und Jugendlichen, Organisations- und Qualitätsentwicklung. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Heinz Müller

Jahrgang 1966, Diplompädagoge, Geschäftsführer im Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, interkulturelle Arbeit, Organisations- und Qualitätsentwicklung. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Prof. Dr. jur. Johannes Münder

Jahrgang 1944, Jurist, nach Tätigkeiten am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (Universität Bielefeld) Stationen beim Bundesministerium für Arbeit, an der Fachhochschule Wiesbaden und an der Pädagogischen Hochschule Berlin; von 1980 bis 2010 Professor an der Technischen Universität Berlin, Lehrstuhl für Sozialrecht und Zivilrecht, seit 1.4.2011 emeritiert; Vorstandsvorsitzender des SOS-Kinderdorf e.V. (Stand der Veröffentlichung 2012)

Silke Pies

Jahrgang 1975, Diplompädagogin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pädagogik der Universität Koblenz-Landau. Forschungsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere Hilfen zur Erziehung, Hilfeplanung, Adressatenforschung, Schnittstellen zu Jugendpsychiatrie und Justiz. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Prof. Dr. phil. Christian Schrapper

Jahrgang 1952, Sozialarbeiter (grad.), Diplompädagoge, seit 1998 Professor für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Universität Koblenz-Landau in Koblenz. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte, Theorie und Methoden Sozialer Arbeit, insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe. (Stand der Veröffentlichung 2013)

Prof. Dr. phil. Mathias Schwabe

Jahrgang 1958, Diplompädagoge, systemischer Berater/Supervisor (IGST), Professor für Methoden der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule Berlin. Langjährige berufliche Erfahrungen mit offener Kinder- und Jugendarbeit in einer Obdachlosensiedlung, als Sozialpädagoge in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und als Leiter eines Erziehungshilfeverbundes der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Dr. phil. Wolfgang Sierwald

Jahrgang 1958, Psychologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sozialpädagogischen Institut im SOS-Kinderdorf e.V., zuvor tätig in Lehre und familienpsychologischer und pädagogisch-psychologischer Forschung. Arbeitsschwerpunkte: Praxisforschung in der Kinder- und Jugendhilfe und interne Datenanalysen, Forschungsprojekte im Bereich Kinderdorffamilien, zur Beteiligung im Heimalltag und zur Hilfeplanung in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Mitarbeit an der internationalen Katamnesestudie „Tracking Footprints“. (Stand der Veröffentlichung 2008)

Marion Strehler

Jahrgang 1973, Diplomsoziologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Hilfeplanung als Kontraktmanagement?“ am Sozialpädagogischen Institut im SOS-Kinderdorf e.V., zuvor freie Mitarbeiterin am Institut für Jugendforschung. Arbeitsschwerpunkte: Jugendhilfe, Hilfeplanung, Partizipation von Kindern und Jugendlichen. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Karin Troscheit-Gajewski

Jahrgang 1943, Diplompädagogin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Start gGmbH, tätig in Beratung und Fortbildung. Arbeitsschwerpunkte: sozialwissenschaftliche Dienstleistungen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Ressourcen- und Sozialraumorientierung, ressortübergreifende Vorhaben in der Sozialen Arbeit. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Dr. phil. Ulrike Urban

Jahrgang 1971, Diplompädagogin, Sozialpädagogin, langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin, seit 2005 Geschäftsführerin des Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e. V.; Mitglied der Lenkungsgruppe des BMFSFJ-Förderschwerpunktes „Fortentwicklung des Hilfeplanverfahrens“ am Deutschen Jugendinstitut e. V., München. Arbeitsschwerpunkte: Theorie und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe, Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule, Professionalität in der Sozialen Arbeit, Projektberatung und -evaluation. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Walter Weiterschan

Jahrgang 1942, Diplomsozialpädagoge (FH), Leiter der Migrationsdienste bei der Inneren Mission München – Diakonie in München und Oberbayern e.V. Arbeitsschwerpunkte: Migrationsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland, Zuwanderung und Integration, Interkulturalität, Zuwanderungsgesetz, migrationsspezifische Aufgabenstellungen als Querschnittsthema zu sozialpolitischen und sozialpädagogischen Handlungsfeldern. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Prof. Dr. jur. Dr. rer. soc. h. c. Reinhard Wiesner

Jahrgang 1945, Jurist, Ministerialrat, Leiter des Referates Kinder- und Jugendhilferecht im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Berlin/Bonn, Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin; Herausgeber eines Kommentars zum SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe – und Mitherausgeber des Zentralblattes für Jugendrecht; zahlreiche Veröffentlichungen zum Kinder- und Jugendhilferecht und zum Kindschaftsrecht. (Stand der Veröffentlichung 2005)

Prof. Dr. Reinhart Wolff

Jahrgang 1939, Erziehungswissenschaftler und Soziologe, Hochschullehrer für Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin, Privatdozent an der Freien Universität Berlin; Begründer des Kinderschutz-Zentrums Berlin und langjähriger Vorsitzender des deutschen Zweiges des Internationalen Sozialdienstes. Forschungsschwerpunkte: Kindesmisshandlung, Gewalt in der Familie, Kinderschutz, Kinder- und Jugendhilfe, Hilfesystemforschung, Qualitätsentwicklung. (Stand der Veröffentlichung 2005)

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