Wohin steuert die stationäre Erziehungshilfe?

Dokumentation 5 der SPI-Schriftenreihe

ISBN: 978-3-936085-62-4
ISSN: 1435-3016
Schutzgebühr 3,50 €
               
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Beschreibung

Die stationären Hilfen zur Erziehung haben sich erheblich professionalisiert und ausdifferenziert. Fachlich gesehen ist die Fremdunterbringung für zukünftige Aufgaben gewappnet. Trotzdem sieht sie sich zunehmend kritischen Anfragen ausgesetzt. So wird gefragt, ob Aufwand und Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen, ob der Bedarf die Höhe der Kosten rechtfertigt und ob die kostenintensiven stationären Erziehungshilfen notwendig sind. Die Diskussion über Sinn und Zweck der stationären Hilfen und deren Finanzierbarkeit wird zunehmend polarisiert geführt – politische und fiskalische Interessen werden gegen fachliche Argumente ausgespielt.

Die Autorinnen und Autoren befassen sich mit den Belastungen von Familien und ihren Kindern, mit der Inanspruchnahme von stationären Hilfen, mit Querschnittsthemen wie Bildung, Beteiligung, Geschlechtergerechtigkeit, mit Struktur- und Qualitätsfragen oder mit der Schnittstelle zur Psychiatrie und nicht zuletzt mit der Wirksamkeit stationärer Hilfen.

Da es hauptsächlich von politischen Entscheidungen abhängt, wie sich der stationäre Bereich entwickeln wird, ist die entscheidende Frage, ob es gelingen wird, die verschiedenen Steuerungslogiken von Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.

Ulrich Bürger, Peter Gerull, Hans-Ullrich Krause, Thomas Rauschenbach, Hans-Georg Weigel und andere

Herausgegeben vom Sozialpädagogischen Institut

im SOS-Kinderdorf e.V. 

München 2007, Eigenverlag

359 Seiten


Inhaltsverzeichnis

Beteiligung in der stationären Erziehungshilfe
Mechthild Wolff und Sabine Hartig
Stationäre Erziehungshilfe im Sozialraum
Thomas Röttger und Andreas Krämer
Wirksamkeit stationärer Hilfen überprüfen
Wolfgang Sierwald und Hans-Georg Weigel

Autoren

Ulrich Bürger

Jahrgang 1954, Diplompädagoge; wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg/Landesjugendamt Stuttgart. Arbeitsschwerpunkte: Entwicklungsfragen, Planung und Evaluationsforschung in der Jugendhilfe, insbesondere Hilfen zur Erziehung. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Ilona Fuchs

Jahrgang 1961, Diplompsychologin, Heilerziehungspflegerin; Weiterbildung in Organisationsberatung und -entwicklung und zur Qualitätskoordinatorin, Referentin im SOS-Kinderdorf e.V., Fachbereich Personal und Pädagogik. Arbeitsschwerpunkte: Beratung und Begleitung von pädagogischen Einrichtungen des Trägers in fachlichen Fragen sowie in der Qualitäts- und Personalarbeit. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Dr. disc. pol. Peter Gerull

Jahrgang 1949, Diplompsychologe, langjähriger Leiter einer Jugendhilfeverbundeinrichtung. Tätigkeit als Hausmann, Fachautor und freiberuflicher Referent für Qualitätsentwicklung. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Nicola Gragert

Jahrgang 1975, Diplompädagogin, freiberufliche Trainerin und Mediatorin, zuvor wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI), Abteilung Jugend und Jugendhilfe. Arbeitsschwerpunkte: Strukturen und Leistungen der offenen und freien Kinder- und Jugendhilfe, Aufgaben der Qualifikationsanforderungen an die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Zusammenarbeit mit Eltern, Methoden der empirischen Sozialforschung. (Stand der Veröffentlichung 2010)

Wolfgang Graßl

Jahrgang 1956, Diplompädagoge, Diplomsozialpädagoge (FH), Systemischer Familientherapeut; seit 1989 Referent und seit 2005 Abteilungsleiter im Geschäftsbereich Personal und Pädagogik des SOS-Kinderdorf e.V. Arbeitsschwerpunkte: Steuerung und Planung von SOS-Einrichtungen in personeller, konzeptioneller und angebotsbezogener Hinsicht sowie die qualitative Weiterentwicklung insbesondere der familienanalogen Betreuungssettings.
(Stand der Veröffentlichung 2011)

Sabine Handschuck

Jahrgang 1955, Diplomsozialpädagogin und Theaterpädagogin; Beauftragte für interkulturelle Arbeit bei der Landeshauptstadt München. Arbeitsschwerpunkte: Trainerin für interkulturelle Verständigung, interkulturelle Öffnung der Erziehungshilfen, interkulturelle Qualitätsentwicklung. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Sabine Hartig

Jahrgang 1961, Diplomsozialpädagogin (FH), wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Beteiligung – Qualitätsstandard für Kinder und Jugendliche in der Heimerziehung“ an der Fachhochschule Landshut, Fachbereich Soziale Arbeit. Arbeitsschwerpunkte: Prävention im Jugendalter, Team- und Organisationsentwicklung sozialer Einrichtungen sowie Ehrenamt in Sozialen Diensten. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Andreas Krämer

Jahrgang 1970, Jugend- und Heimerzieher und Diplomheilpädagoge; langjährig tätig im Bereich der Hilfen zur Erziehung in Tagesgruppen, der ambulanten Familienhilfe und der stationären Heimerziehung; seit 1998 Bereichsleiter für sozialräumliche Hilfen zur Erziehung bei der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Dr. phil. Hans-Ullrich Krause

Jahrgang 1954, Diplompädagoge, Lehrbeauftragter, Buch- und Drehbuchautor; Leiter des Kinderhauses Berlin-Mark Brandenburg e.V., Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen und Vorstandsmitglied des Kronberger Kreises für Qualitätsentwicklung e.V. Arbeitsschwerpunkte: erzieherische Hilfen, Partizipation, Organisations- und Qualitätsentwicklung, Methoden der Sozialen Arbeit. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Dr. phil. Alfred L. Lorenz

Jahrgang 1946, Diplompsychologe, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut; langjährige Tätigkeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, seit 2004 Leitender Psychologe der Institutsambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Klinikum Bremen-Ost und zugleich der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Beratungsstelle im Gesundheitsamt Bremen. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Prof. Dr. jur. Johannes Münder

Jahrgang 1944, Jurist, nach Tätigkeiten am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (Universität Bielefeld) Stationen beim Bundesministerium für Arbeit, an der Fachhochschule Wiesbaden und an der Pädagogischen Hochschule Berlin; von 1980 bis 2010 Professor an der Technischen Universität Berlin, Lehrstuhl für Sozialrecht und Zivilrecht, seit 1.4.2011 emeritiert; Vorstandsvorsitzender des SOS-Kinderdorf e.V. (Stand der Veröffentlichung 2012)

Karin Mummenthey

Jahrgang 1956, Diplompädagogin, Supervisorin und Organisationsberaterin (Systemische Gesellschaft), Ausbildung in Moderation und in Qualitätsmanagement; langjährige Mitarbeiterin einer SOS-Jugendwohngemeinschaft, von 1989 bis 1999 Referentin im Fachbereich Pädagogik der Geschäftsstelle des SOS-Kinderdorf e.V., seit 1999 Leiterin der SOS-Kinder- und Jugendhilfen Bremen-Diepholz-Verden. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Liane Pluto

Jahrgang 1973, M.A., Pädagogin; wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut e.V. Arbeitsschwerpunkte: Strukturen und Leistungen öffentlicher und freier Jugendhilfe, Institutionenforschung, Hilfen zur Erziehung, Partizipation. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Prof. Dr. rer. soc. Thomas Rauschenbach

Jahrgang 1952, Vorstand und Direktor des Deutschen Jugendinstitutes e.V., Professor für Sozialpädagogik an der Universität Dortmund. Forschungsschwerpunkte: Bildung im Kindes- und Jugendalter, Jugendarbeit, Ausbildung und Arbeitsmarkt für soziale Berufe, Ehrenamt, Freiwilligendienste und Zivildienst, Verbändeforschung, Theorie der Sozialen Arbeit. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Thomas Röttger

Jahrgang 1959, Diplomsozialpädagoge und Supervisor; mehrjährige Erfahrung in den Bereichen Beratung und berufliche Bildung Jugendlicher und Menschen mit Behinderung, seit 1991 pädagogischer Leiter der Stiftung Linerhaus, einer diakonischen Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe, beruflichen Bildung und Behindertenhilfe; Regionalmoderator im INTEGRA-Modellprojekt und Mitverantwortlicher für den Umbau der Kinder- und Jugendhilfe in Celle; seit 2003 Sprecher der Fachgruppe „Integrierte flexible Hilfen“ der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Dr. phil. Eric van Santen

Jahrgang 1961, Diplomsoziologe; wissenschaftlicher Referent am Deutschen Jugendinstitut e.V. Arbeitsschwerpunkte: Strukturen und Leistungen öffentlicher und freier Jugendhilfe, interinstitutionelle Kooperationsbeziehungen, Kinder- und Jugendhilfestatistik, Methoden der empirischen Sozialforschung, Institutionenforschung. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Dr. phil. Reinhild Schäfer

Jahrgang 1958, Soziologin, wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut e.V. im Projekt „Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe“. Arbeitsschwerpunkte: Frauen- und Geschlechterforschung. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Dr. jur. Hubertus Schröer

Jahrgang 1945, Jurist, ehemaliger Leiter des Stadtjugendamtes München; Geschäftsführer des Institutes Interkulturelle Qualitätsentwicklung München. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, Organisations- und Personalentwicklung, Qualitätsentwicklung, Migration und Integration, Interkulturelle Arbeit. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Dr. phil. Mike Seckinger

Jahrgang 1965, Diplompsychologe, Leiter der Fachgruppe „Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe“ am Deutschen Jugendinstitut e.V., Abteilung Jugend und Jugendhilfe. Arbeitsschwerpunkte: Jugendhilfeforschung, Partizipation, Gemeindepsychologie.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Dr. phil. Wolfgang Sierwald

Jahrgang 1958, Psychologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sozialpädagogischen Institut im SOS-Kinderdorf e.V., zuvor tätig in Lehre und familienpsychologischer und pädagogisch-psychologischer Forschung. Arbeitsschwerpunkte: Praxisforschung in der Kinder- und Jugendhilfe und interne Datenanalysen, Forschungsprojekte im Bereich Kinderdorffamilien, zur Beteiligung im Heimalltag und zur Hilfeplanung in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Mitarbeit an der internationalen Katamnesestudie „Tracking Footprints“. (Stand der Veröffentlichung 2008)

Hans-Georg Weigel

Jahrgang 1950, Diplompädagoge, Direktor des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) in Frankfurt am Main. Arbeitsschwerpunkte: Beratung und Begleitung Sozialer Dienste, Europäische Sozialpolitik, Wohlfahrtsstaatliche Entwicklung. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Prof. Dr. phil. Mechthild Wolff

Jahrgang 1962, Studium der Erziehungswissenschaft, Theologie sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie; Fachhochschulprofessorin für Pädagogik an der Hochschule Landshut, Fachbereich Soziale Arbeit, Projektleiterin des Forschungsprojektes „Beteiligung – Qualitätsstandard für Kinder und Jugendliche in der Heimerziehung“. Stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. (IGfH) in Frankfurt am Main. (Stand der Veröffentlichung 2008)

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