Wohlergehen junger Menschen

Dokumentation 9 der SPI-Schriftenreihe

ISBN: 978-3-936085-80-8
ISSN: 1435-3016
Schutzgebühr 3,50 €
               
Abonnement

Beziehen Sie die Ausgaben des Fachmagazins SOS-Dialog und die Neuerscheinungen der SPI-Schriftenreihe bequem im Abonnement.

Beschreibung

Das eigene Wohlbefinden hängt für jeden Menschen unmittelbar mit dem Erleben von Handlungsbefähigung zusammen. Menschen, die davon überzeugt sind, das eigene Leben sinnvoll gestalten zu können, fühlen sich wohler und sind zufriedener mit sich und ihrem Umfeld. Auch gelingt es ihnen besser, mit belastenden Situationen umzugehen. Verselbstständigung und Handlungsbefähigung stellen daher zentrale Entwicklungsaufgaben junger Menschen dar, Child Well-being und der Capability-Approach gelten derzeit als vielversprechende Ansätze in der Pädagogik.

Was aber bedeuten Wohlbefinden und Befähigung als Ziele in der Erziehungsarbeit jenseits theoretischer Begrifflichkeiten konkret? Welche gelebten Erfahrungen und Ermöglichungsräume brauchen Kinder und Jugendliche, damit sie Verwirklichungschancen für ein Leben nach den eigenen Vorstellungen auch tatsächlich annehmen und für sich nutzen können? Welchen Stellenwert haben die Dimensionen "Vertrauen", "Selbstwirksamkeit" und "Autonomie" in der Kinder-und Jugendhilfe?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Fachtagung "Wohlergehen, Befähigung und Handlungswirksamkeit als Konzepte für die Kinder- und Jugendhilfe" vom 15. bis 16. November 2012 in Berlin. Aus verschiedenen Blickwinkeln befassen sich die Autorinnen und Autoren des Tagungsbandes mit dem Thema Handlungs- und Entwicklungsförderung junger Menschen. Die vorgestellten Ansätze und Überlegungen können und sollen zur Orientierung einer emanzipatorischen Jugendhilfepraxis beitragen, die – theoretisch fundiert und im pädagogischen Alltag spürbar – Kindern und Jugendlichen Optionen für die Zukunft eröffnet.

Welche Chancen eröffnen Ansätze wie Handlungsbefähigung (Capability-Approach) und Wohlergehen (Well-Being) für junge Menschen in den Hilfen zur Erziehung? Unter welchen Bedingungen kann die Erziehungshilfe als ganzheitliche Befähigungspraxis wirken?


Autoren

Sandra Aßmann

Jahrgang 1981, Diplompädagogin; wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Arbeitsgruppen „Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik unter Berücksichtigung der Medienpädagogik“ sowie „Schulpädagogik“ am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Paderborn. Arbeitsschwerpunkte: Lernprozesse in formalen und informellen Kontexten, Ganztagsschulentwicklung, mediendidaktische und medienerzieherische Fragen, Medienbildung über die Lebensspanne.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Jutta Decarli

Jahrgang 1955, Diplomsozialarbeiterin, Geschäftsführerin des AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e.V. Zentrale Aufgabe des Verbandes ist die fachliche Qualifizierung der Erziehungshilfe und die Einflussnahme auf fachpolitische Entwicklungen.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Jan Düker

Jahrgang 1979, Diplompädagoge, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe 8 Soziale Arbeit der Fakultät für Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld sowie bis September 2012 im EU-Forschungsprojekt „WorkAble – Making Capabilities Work“ am Bielefeld Center for Education and Capability Research. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, Jugendberufshilfe, Capability-Approach, Entfremdungstheorie, Jugendhilfe als moralische Regulation.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Alexandra N. Langmeyer

Jahrgang 1981, Sozialwissenschaftlerin, Leiterin der Fachgruppe „Lebenslagen und Lebenswelten“ am Deutschen Jugendinstitut e.V. Arbeitsschwerpunkte: Familienforschung, Familienformen, familiales Zusammenleben, elterliches Erziehungsverhalten und Kooperation der Eltern in der Erziehung, Entwicklungsverläufe und Kindeswohl.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Thomas Ley

Jahrgang 1979, Diplomsozialpädagoge, wissenschaftlicher Mitarbeiter im EU-Forschungsprojekt „SocIEtY. Social Innovation – Empowering the Young for the Common Good“ und bis Dezember 2012 im EU-Forschungsprojekt „WorkAble – Making Capabilities Work“ an der Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Bielefeld Center for Education and Capability Research. Arbeitsschwerpunkte: Jugendhilfeforschung, Organisations- und Professionstheorien Sozialer Arbeit, Informationstechnologien in der Sozialen Arbeit, Methoden qualitativer Sozialforschung.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Matthias Reitzle

Jahrgang 1955, Diplompsychologe, Privatdozent am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Arbeitsschwerpunkte: Übergang ins Erwachsenenalter, sozialer Wandel, Methoden zur Analyse von Kontinuität und Wandel.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Philipp Sandermann

Jahrgang 1977, Diplompädagoge, Professor für Sozialpädagogik an der Universität Trier. Arbeitsschwerpunkte: Wohlfahrtssystemforschung, Geschichte und Theorie sozialpädagogischer Theoriebildungsprozesse, Ombudsstellen in der Kinder- und Jugendhilfe, International vergleichende Jugendhilfeforschung.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Erich Schöpflin

Jahrgang 1951, Diplompsychologe, seit 2003 Leiter des SOS-Kinderdorfes Ammersee-Lech; langjährige Erfahrungen im Fachdienst, als Bereichsleiter und hauptamtlicher Vorstand in der Kinder- und Jugendhilfe.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Dr. phil. Mike Seckinger

Jahrgang 1965, Diplompsychologe, Leiter der Fachgruppe „Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe“ am Deutschen Jugendinstitut e.V., Abteilung Jugend und Jugendhilfe. Arbeitsschwerpunkte: Jugendhilfeforschung, Partizipation, Gemeindepsychologie.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Angela Wernberger

Jahrgang 1969, M.A., Soziologin, Diplomsozialpädagogin (FH), wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) München, Promovendin am Institut für Soziologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster; seit über zwanzig Jahren im Bereich der ambulanten Jugendhilfe tätig. Arbeitsschwerpunkte: Sozialisationstheorie, Jugendhilfeforschung, Methoden empirischer Sozialforschung, Familiensoziologie, Soziale Ungleichheit, Neue Kindheitsforschung.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Maren Zeller

Jahrgang 1974, Diplompädagogin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik an der Universität Hildesheim. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere Erziehungshilfen und Übergang in das Erwachsenenleben, Prozesse der Vertrauensbildung, Methoden der Qualitativen Sozialforschung, Bildungsprozesse, Refugee-Studies.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Seite drucken

© SOS-Kinderdorf e.V.