Jugendhilfe als soziale Dienstleistung

Band 2 der SPI-Materialien

ISSN: 1868-2790
Schutzgebühr 2,50 €

Beschreibung

Im Sozialgesetzbuch Achtes Buch Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) wie auf der Verwaltungsebene gelten Bürgerinnen und Bürger als Leistungsnehmer der Jugendhilfe, die einen Rechtsanspruch auf sozialpädagogische Leistungen haben. Den Fachkräften in der Jugendhilfe kommt die Aufgabe zu, die persönlichen Potenziale von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu wecken und zu fördern sowie die Jugendhilfeleistungen konsequent an deren Bedarf auszurichten. Kinder- und Jugendhilfe wird somit zur sozialen Dienstleistung.

Der Materialienband 2 befasst sich mit einer Reihe von Fragen, die sich bei der Umsetzung einer solchen Dienstleistungsorientierung ergeben: Lässt sich überhaupt von "sozialer Dienstleistung" sprechen, wo es Fachkräfte der Jugendhilfe in aller Regel mit Kindern, Jugendlichen und erziehungsschwachen Familien in zugespitzten Problemlagen zu tun haben? Kann sich öffentliche Erziehung ganz in den Dienst eines einzelnen Individuums stellen oder muss sie sich nicht vielmehr an allgemeinen gesellschaftlichen Zielen und Intentionen orientieren?

Ullrich Gintzel, Johannes Münder, Hans Thiersch 

und andere

Herausgegeben vom Sozialpädagogischen Institut

im SOS-Kinderdorf e.V.

München 2002, Eigenverlag


Autoren

Prof. Ullrich Gintzel

Diplomsozialpädagoge (FH), Diplompädagoge, Hochschullehrer an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (Stand der Veröffentlichung 2003)

Inge Göbbel

Jahrgang 1949, Diplom-Pädagogin, seit 1989 Leiterin des SOS-Kinderdorfes Worpswede. Langjährige Tätigkeit in außerschulischer Jugend- und Erwachsenenbildung und in sonderpädagogischen Arbeitsfeldern. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Martin Kühn

Jahrgang 1964, Diplom-Behindertenpädagoge, Zusatzausbildung in Systemischer Beratung und Therapie. Seit 1995 im SOS-Kinderdorf Worpswede tätig, zunächst als Pädagogischer Mitarbeiter, jetzt als Abteilungsleiter „Differenzierte Jugendhilfen“. Langjährige Tätigkeit in schulbegleitenden Maßnahmen, sonderpädagogischen Arbeitsbereichen sowie stationären Hilfen zur Erziehung. (Stand der Veröffentlichung 2000)

Prof. Dr. jur. Johannes Münder

Jahrgang 1944, Jurist, nach Tätigkeiten am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (Universität Bielefeld) Stationen beim Bundesministerium für Arbeit, an der Fachhochschule Wiesbaden und an der Pädagogischen Hochschule Berlin; von 1980 bis 2010 Professor an der Technischen Universität Berlin, Lehrstuhl für Sozialrecht und Zivilrecht, seit 1.4.2011 emeritiert; Vorstandsvorsitzender des SOS-Kinderdorf e.V. (Stand der Veröffentlichung 2012)

Dr. Margit Seidenstücker

Diplompädagogin, Leiterin des SOS-Familien- und Beratungszentrums Berlin (Stand der Veröffentlichung 2002)

Dr. phil. Kristin Teuber

Diplompsychologin; seit 2015 Leiterin des Sozialpädagogischen Instituts (SPI) des SOS-Kinderdorf e.V., langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin im SPI in den Bereichen Praxisforschung und Fachöffentlichkeitsarbeit. Arbeitsschwerpunkte: Ressourcenunterstützende Handlungsansätze in der Jugendhilfe, Forschung im Bereich der stationären Hilfen zur Erziehung, Entwicklungsprozesse im Jugend- und frühen Erwachsenenalter, Leaving Care, familiale Betreuungsformen. (Stand der Veröffentlichung 2017)

Prof. Dr. Dr. h. c. emerit. Hans Thiersch

Professor für Erziehungswissenschaften und Sozialpädagogik (Stand der Veröffentlichung 2002)

Ilse Wehrmann

Diplomsozialpädagogin, Vorsitzende der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V. und Geschäftsführerin des Landesverbandes Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V. (Stand der Veröffentlichung 2002)

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