Beteiligung ernst nehmen

Band 3 der SPI-Materialien

ISSN: 1868-2790

Beschreibung


Wie Mädchen und Jungen den Kontakt zum Jugendamt und ihren Aufenthalt in Einrichtungen der Heimerziehung oder des betreuten Wohnens beurteilen, hängt nicht zuletzt davon ab, ob sie sich als junge Menschen ernst genommen fühlen und inwieweit ihnen Mitsprache- und Gestaltungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Dass Kinder und Jugendliche prinzipiell in der Lage sind, ihre Lebenssituation einzuschätzen, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern, sich zu ihren Belangen eine eigene Meinung zu bilden und diese zu vermitteln sowie ihr Lebensumfeld mitzugestalten, ist heute unumstritten. Sie wollen deshalb zu Recht bei allen Entscheidungen über ihr Leben mitsprechen und Einfluss auf ihren Alltag in der Jugendhilfeeinrichtung nehmen.

Dieser Materialienband dokumentiert in Teilen die Tagung "Beteiligung ernst nehmen" und liefert darüber hinaus fachliche Begründungen für die Beteiligung von Mädchen und Jungen in der stationären Erziehungshilfe sowie gelungene Beispiele aus der Praxis. Außerdem werden die Ergebnisse einer kleinen, nicht repräsentativen Erhebung dargestellt, in der Mädchen und Jungen sowie Ihre Betreuer zu ihren Erfahrungen, Vorstellungen und Wünschen in Sachen Beteiligung befragt wurden.


Ullrich Gintzel, Liane Pluto, Mike Seckinger und andere

Herausgegeben vom Sozialpädagogischen Institut

im SOS-Kinderdorf e.V. 

München 2003, Eigenverlag


Autoren

Prof. Ullrich Gintzel

Diplomsozialpädagoge (FH), Diplompädagoge, Hochschullehrer an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (Stand der Veröffentlichung 2003)

Liane Pluto

Jahrgang 1973, M.A., Pädagogin; wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut e.V. Arbeitsschwerpunkte: Strukturen und Leistungen öffentlicher und freier Jugendhilfe, Institutionenforschung, Hilfen zur Erziehung, Partizipation. (Stand der Veröffentlichung 2007)

Dr. phil. Mike Seckinger

Jahrgang 1965, Diplompsychologe, Leiter der Fachgruppe „Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe“ am Deutschen Jugendinstitut e.V., Abteilung Jugend und Jugendhilfe. Arbeitsschwerpunkte: Jugendhilfeforschung, Partizipation, Gemeindepsychologie.

(Stand der Veröffentlichung 2013)

Dr. phil. Wolfgang Sierwald

Jahrgang 1958, Psychologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sozialpädagogischen Institut im SOS-Kinderdorf e.V., zuvor tätig in Lehre und familienpsychologischer und pädagogisch-psychologischer Forschung. Arbeitsschwerpunkte: Praxisforschung in der Kinder- und Jugendhilfe und interne Datenanalysen, Forschungsprojekte im Bereich Kinderdorffamilien, zur Beteiligung im Heimalltag und zur Hilfeplanung in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Mitarbeit an der internationalen Katamnesestudie „Tracking Footprints“. (Stand der Veröffentlichung 2008)

Dr. phil. Kristin Teuber

Diplompsychologin; seit 2015 Leiterin des Sozialpädagogischen Instituts (SPI) des SOS-Kinderdorf e.V., langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin im SPI in den Bereichen Praxisforschung und Fachöffentlichkeitsarbeit. Arbeitsschwerpunkte: Ressourcenunterstützende Handlungsansätze in der Jugendhilfe, Forschung im Bereich der stationären Hilfen zur Erziehung, Entwicklungsprozesse im Jugend- und frühen Erwachsenenalter, Leaving Care, familiale Betreuungsformen. (Stand der Veröffentlichung 2017)

Andreas Tonke

Diplomsozialpädagoge, Abteilungsleiter für Stationäre Hilfen in den SOS-Jugendhilfen Nürnberg–Fürth–Erlangen (Stand der Veröffentlichung 2003)

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